Mittwoch, 24. Januar 2018

Meine gesamte Fahrzeug-Historie seit 1998 (letzte Aktualisierung: 01/18)

Mich wundert es selbst, daß ich noch nie irgendwo alle meine Fahrzeuge aufgelistet habe... Das hole ich jetzt mal nach!

Die Zeiten, von wann bis wann ich das jeweilige Fahrzeug hatte, musste ich größtenteils mühselig im Internet nachforschen (alte Forenbeiträge, alte Blogeinträge usw.), weil ich für die älteren Fahrzeuge keine Unterlagen mehr habe und ich mich auch nicht mehr genau erinnere. Daten bei denen ich mir nicht ganz so sicher bin, sind mit "ca." angegeben. Insgesamt stimmen die Daten aber recht genau.


Suzuki GZ 125 Marauder (09/1998 - ?2003?):
Mein aller erstes Fahrzeug war ein Motorrad - eine Suzuki GZ 125, welche ich nagelneu vom Händler kaufte. Ich glaub sie kostete etwa 5500 DM. Mit dem Motorrad war ich als 17 Jähriger fast so was wie ein Held, denn die anderen Kollegen hatten "nur" 25er Mofas oder 50er Roller, wenn überhaupt.

So sah meine Marauder auch aus, allerdings habe ich kein eigenes Foto zur Hand!
Bildquelle: www.wikipedia.org

Meine Marauder war auf 80 km/h gedrosselt, weil ich noch keine 18 Jahre alt war, hatte zusätzlich eine Sissybar (kleine Rückenlehne für den Mitfahrer) und Ledertaschen.
Ich war mit dem Motorrad lange Zeit sehr zufrieden, sie fuhr sehr schön, war zuverlässig und hat optisch ordentlich was her gemacht. Wie lang ich die gefahren habe... ich hab echt keine Ahnung! Erinnere mich einfach nicht :( Es waren aber sicherlich 4 Jahre oder mehr.
Später hatte ich keine Garage mehr, das Motorrad stand dann immer draußen, vergammelte deswegen langsam und weil ich eh nicht mehr so viel fuhr, verkaufte ich die Marauder.


Baotian 50er Chinaroller (ca. 12/2007 - 03/2011):
Nach einigen Jahren ohne Motorrad, entschied ich mich wieder für einen Neukauf: Ein 50er Chinaroller von eBay, neu für rund 670 Euro inkl. Lieferung.

Der Chinaroller mit schwarzen Fell

Ich hatte den Roller etwa 3,5 Jahre, bin in der Zeit aber nur rund 1200 km gefahren.
Grund: Der Roller war ständig kaputt und lief sehr unzuverlässig! Schon in den ersten Monaten gab es schwere Defekte und nach kurzer Zeit hatte ich den halben Kaufpreis noch mal in Ersatzteile gesteckt.
Ich musste den Roller mehrfach auseinander gebaut, wobei die billige Karosserie mehrere Risse und Brüche erlitt - daraufhin verkleidete ich den Roller mit schwarzen Kunstfell, um die defekte Karosserie zu verstecken :D Sah echt geil aus!
Schließlich verkaufte ich den Roller als völlig defektes Bastlerobjekt für rund 120 Euro.


Daelim Daystar VL 125 (ca. 06/2008 - 09/2010):
Weil ich schon recht früh mit dem Chinaroller unzufrieden war (wegen den Defekten und wegen der geringen Leistung), wollte ich noch ein 125er Motorrad dazu kaufen. Ich entschied mich für eine gebrauchte Daelim Daystar VL 125 für rund 1000 Euro.



Im Gegensatz zur Marauder wirkte die Daystar viel wuchtiger und sie hatte einen zusätzlichen Kickstarter - prima, wenn man mal länger nicht fuhr und die Batterie schlapp machte!
Die meiste Zeit lief die Daystar recht zuverlässig, aber es gab zwischendurch immer wieder Problemchen, die sich aber meistens in Grenzen hielten. Irgendwann war der elektrische Starter hinüber, was dank des Kickstarters nicht so schlimm war, aber es gab dann auch noch Probleme mit der CDI, die ich alleine nicht lösen konnte.
Unterm Strich dennoch ein gutes Motorrad, womit ich zufrieden war!


Piaggio X9 125 (05/2009 - 04/2011):
Die Probleme mit dem Chinaroller waren gigantisch und die Daelim fiel auch immer öfter aus... also kaufte ich mir einen "Maxiroller" von einem Händler - eine Piaggio X9 125. Ich hatte also eine Zeit lang drei Fahrzeuge vor der Tür stehen :D
Die X9 war etwas teurer, dafür in einem guten Zustand und mit Garantie. Ich wollte einfach was zuverlässiges!

 Meine Piaggio X9 mit großen Topcase

Die X9 war wirklich super, es machte riesen Spaß damit zu fahren! Der Roller war groß und hochwertig und die meiste Zeit auch sehr zuverlässig. Nachdem die 12 Monate Garantie abgelaufen waren, begannen jedoch die Probleme... riesen Probleme: Der Zylinder machte Probleme -.-
Außerdem gab es an allen anderen Ecken auch noch Probleme, die sich alle zusammen auf rund 1200 Euro beliefen. Irgendwann verkaufte ich dann dieses Fass ohne Boden... selbstverständlich mit ordentlich finanziellen Verlust -.- Toller Roller, leider mit zu vielen Defekten. 


Opel Vectra B 2.2 DTI Caravan (07/2011 - 11/2012):
Im August 2011 machte ich endlich meinen Führerschein Klasse B und kaufte mir schon vor der Prüfung einen Opel. Eigentlich sollte es ein Opel Omega mit einem 2,5 Liter Diesel werden, aber das hat sich leider nicht ergeben. Es wurde recht kurzfristig ein Opel Vectra B 2.2 DTI Caravan Baujahr 2001.

 Mein Vectra im Originalzustand kurz nach dem Kauf...

...und später kurz vor dem Verkauf

 Heckansicht
Der Vectra wurde schnell umgestaltet: Angefangen mit "normalen" Dingen wie Sportauspuff, getönte Scheiben, MP3-Radio und blaue Innenbeleuchtung, aber auch "unnormale" Dinge wie verschiedene, auffällige Aufkleber: "Saufkommando Einsatzleitung" - der Vorläufer meines Saufen-CLK! Wie ich überhaupt darauf kam? Echt keine Ahnung... war ne Schnapsidee :D Auf dem Heck stand dann noch "Spießer" und "Nur Steuerhinterzieher fahren Oberklasse".
Der Vectra hat Spaß gemacht und der 125 PS Diesel hat ganz gut gezogen. Unterm Strich war der Vectra aber ein Fehlkauf: Erst kam ein teurer Turboschaden, dann erlitt der Wagen einen großen Wertverlust wegen den neu eingeführten Umweltzonen (der Vectra hatte nur eine gelbe Plakette). Ich verkaufte den Vectra daher vorzeitig mit reichlich Verlust.


Suzuki GS 500 (08/2011 - 09/2012):
Ich machte im August nicht nur den Autoführerschein, sondern auch den großen Motorradführerschein Klasse A. Ich holte mir eine Suzuki GS 500!
Ich fand das Motorrad sehr schön und es machte mächtig Spaß :)

Meine "große" Suzuki kurz nach der Abholung

Leider hatte die GS 500 auch wieder große Probleme, die hatte für ein Motorrad aber auch mächtig viele 75.000 km gelaufen und war 20 Jahre alt... Gleich zwei mal blieb ich mitten auf der Autobahn mit einer Panne liegen. Beim ersten mal Probleme mit der Benzinzufuhr, bzw. mit den Benzinleitungen, beim zweiten mal Probleme mit der gesamten Elektrik.
Ich bekam die Probleme nie richtig in den Griff und verkaufte die GS 500 als Bastelfahrzeug - zum Glück ohne finanziellen Verlust, da ich das Motorrad sehr günstig ersteigerte.


Mercedes CLK 320 (11/2012 - 06/2017):
Eigentlich wollte ich mir als Nachfolger für meinen Vectra einen Opel Vectra C 3.0 CDTI holen, aber die Sache mit dem Turboschaden und der Umweltzone brachte mich vom Diesel ab. Ich wollte unbedingt 6 Zylinder und tendierte dann zum Coupe statt zum Kombi - also wurde es ein Mercedes CLK 320. Alternativ standen noch der Opel Calibra und das Peugeot 406 Coupe in der engeren Auswahl.

Der Saufen-CLK vor der Folierung und ein sehr aktuelles Foto

Erst 8 Monate nach dem Kauf rüstete ich den Wagen auf LPG um (siehe hier), da er doch weniger verbrauchte, als ich befürchtete (unter 10 Liter, statt über 12 Liter). Den Umbau bereue ich bis heute nicht und die Anlage hat sich längst amortisiert!
Die Polizei-Look-Folierung erfolgte dann ebenfalls im August 2013 (siehe hier), welche ich ebenfalls bis heute nicht bereue :D
Ich war mit dem CLK überaus zufrieden! In den rund 4,5 Jahren gab es nur einen Ausfall wegen eines 50 Euro teuren Sensors, ansonsten nur die üblichen (aber teuren) Verschleißteile.
Ich habe den CLK verkauft, weil ich was kleineres und günstigeres haben wollte. Außerdem wollte ich mal wieder ein neues Projekt anfangen.


Piaggio TPH 50 (04/2013 - 01/2014)
Rund zwei Jahre hatte ich kein Motorrad oder Roller, dann holte ich mir einen Piaggio TPH 50.


Was soll ich sagen? Hab den schon leicht defekt gekauft, er war dann noch defekter als gedacht, ich hab lange versucht ihn zu reparieren, hab entnervt aufgegeben und ihn mit leichten Verlust wieder verkauft. Schöner Roller, leider bin ich ihn nie richtig gefahren...


Yamaha XV 250 (2/2014 - 8/2014):
Knapp ein Jahr hielt ich es ohne Motorrad aus, dann holte ich mir wieder einen kleinen Chopper. Die Yamaha XV 250 war total super, ich habe sie auch fleißig umgestaltet (siehe auch hier), aber der Spaß hielt nicht lange an...

Meine tolle Yamaha im Ratlook

Nach gerade mal 6 Monaten wurde meine Yamaha geklaut! Sie wurde zwar wieder gefunden, war aber so ramponiert, daß es ein finanzieller Totalschaden war. Die Versicherung zahlte, so kam ich zumindest ohne finanziellen Schaden davon.
Trotzdem sehr traurig :( Das Motorrad war toll!


VW T4 VR6 (10/2014 - 12/2014):
Ich wollte einen Zweitwagen haben, irgendwas womit man campen kann. Ich schwankte zwischen Jeep Grand Cherokee und VW T4 - schließlich entschied ich mich für den T4, weil der größer und günstiger war. Eigentlich wollte ich einen Diesel, aber ich ersteigerte dann einen "günstigen" VW T4 VR6 mit LPG-Anlage.

Man beachte das geile Nummernschild!

Ich wollte den zum Camper umbauen, den optisch schön bescheuert aufmöbeln und damit dann zu verschiedenen Festivals und in den Urlaub fahren. 
Meine Veränderungen: Anderer Kühlergrill, auffällige Beschriftungen, großer Dachkorb und im Innenraum ein paar kleine Veränderungen.
Leider entpuppte sich der T4 sehr schnell als fataler Fehlkauf:
Tachostand manipuliert, Steuerkette und Getriebe defekt... Der T4 wurde mit einem Verlust von rund 4000 Euro verkauft -.- Das Ersparte von ca. 20 Monaten einfach futsch!


Pegasus Express 50 (08/2015 - 03/2016): 
Ich wollte mal wieder was zum umgestalten haben und kaufte einen Roller in einem augenscheinlich guten Zustand: Einen Pegasus Express 50 - ein Pizzaroller!

Mein Pizza-Roller vorher und nachher

Besichtigung, Probefahrt und Heimfahrt verliefen noch problemlos, aber am nächsten Tag  sprang der Roller nicht mehr an. Wieder mal wurde mir ein schwerer Defekt verschwiegen! Ich mach es kurz: in 8 Monaten hab ich es nicht geschafft den Roller vernünftig zum Laufen zu bringen - trotz der Hilfe meines Nachbars, der sich mit Rollern sehr gut auskennt und der mir tatkräftig geholfen hat.
Aus dem roten Roller sollte ein "Zombie-Hunter-Roller" werden. Ich hatte den Roller bereits matt grün lackiert und es sollte noch weitere Deko in Form von Deko-Waffen und Deko-Stacheldraht folgen... aber so weit kam es eben nicht mehr.
Ich habe den Roller als defekt und mit leichten, finanziellen Verlust verkauft.


Nissan Micra K11 (05/2017 - 01/2018):
Ich hatte den Mercedes CLK mit 3,2 Litern Hubraum und 218 PS verkauft und mir stattdessen einen Nissan Micra mit 1 Liter Hubraum und 54 PS von 1994 gekauft :D Nicht weil ich musste, weil ich plötzlich arm war oder so, sondern weil ich es wollte. Und ich bereue es nicht! Der Micra hat Automatik, das reicht mir an Luxus. Natürlich wurde der Micra schnell "individualisiert": schwarzer Tafellack, matt grüne Akzente, Weinkisten auf dem Dach und wieder ein Flaggenhalter.


Nach 9 Monaten hab ich den Micra wieder verkauft... ich muß mir einfach eingestehen, daß ich zwei linke Hände habe und keinerlei Talent als "Mechaniker" habe. Ich hab die einfachsten Dinge nicht hinbekommen und musste für jeden noch so kleinen Furz in die Werkstatt - das macht bei so einem alten Auto einfach keinen Sinn! Ich brauch ein recht neues Fahrzeug, wo man nicht ständig dran basteln muß und deswegen entschied ich mich für einen jungen Smart Fortwo :D
Der Micra hat Spaß gemacht, war kein schlechtes Autos und das mit dem Tafellack war auch ganz cool... aber als völlig talentfreier Schrauber hat das einfach keinen Sinn!


Honda Vision 50 (08/2017 - 01/2018):
Da mein Nissan Micra nicht mehr der Jüngste ist, ich mich nicht 100%ig auf ihn verlassen kann und er gut 7-8 Liter verbraucht, wollte ich was wirklich zuverlässiges und sparsames als Zweitfahrzeug. Schließlich sollte es wieder ein günstiger 50er Roller und ich entschied mich für eine Honda Vision 50. Und zwar entschied ich mich für einen nagelneuen Roller, da ich zuvor so viel negative Erfahrung mit gebrauchten Fahrzeugen gemacht habe. Diesen Vision 50 bekam ich inkl. Topcase für günstige 1840 Euro! Einziges Manko: Er hat nur noch 22 statt 24 Monate Garantie (so ne Zulassungs-Statistik-Sache), hat aber 0 km auf dem Tacho und war gut 400 Euro günstiger als gelistet.


Ich bin den Roller nur knapp 6 Monate und knapp 900 km gefahren (da ich mir die Honda Forza 125 kaufte), dennoch halte ich diesen Roller für den besten 50er Roller, den ich je gefahren bin! Preisleistung ist super, der Verbrauch von nur knapp 2,5 Litern ist sensationell und er fährt sich einfach prima!
Da der Roller fast neu und im originalen Zustand war, fiel der Wertverlust angenehm niedrig aus.


Honda Forza 125 (01/2018 - heute):
(folgt in Kürze)

Smart Fortwo (01/2018 - heute):
(folgt in Kürze)

Donnerstag, 12. Oktober 2017

Mein neuer Roller: Honda Vision 50

Knapp 1,5 Jahre lang hatte ich jetzt kein Zweirad mehr, bzw. 3 Jahre lang kein Funktionsfähiges Zweirad mehr ;) Weil einige meiner letzten Roller und Motorräder ziemliche Reinfälle waren, wollte ich diesmal auf Nummer sicher gehen und mir was vernünftiges kaufen.
Das heißt zum einen ein neues Fahrzeug: Ich hab die Schnauze einfach davon voll, die Katze im Sack zu kaufen! Ich hab ein schlechtes Händchen, was Gebrauchtkäufe angeht...
Zum anderen sollte es aber auch ein gutes Modell sein: 2007 hatte ich mir einen nagelneuen Roller gekauft, aber weil das ein Chinaroller war, war der eigentlich genau so ein Reinfall wie bestimmte Gebrauchtkäufe...
Meine gesamte Fahrzeughistorie kann man DORT noch mal nachlesen.

Die Entscheidung ist also gefallen: Es soll ein neuer, vernünftiger Roller werden! Nur welcher?
Obwohl ich einen Motorradführerschein der Klasse A habe und alles fahren darf, entschied ich mich doch wieder für einen 50er Roller: Günstig in der Anschaffung, günstig im Unterhalt und für die Stadt vollkommen ausreichend.
Außerdem ist noch eine wichtige Entscheidung gefallen: Bloß nie wieder Vergaser! Mit diesen Mistdingern habe ich bei wirklich jedem Fahrzeug kleine bis gewaltige Probleme gehabt. Was habe ich daran rumgebastelt und rumgestellt... immer mit mäßigen bis gar keinen Erfolg!
Meinen letzten Roller habe ich dann einfach meinem Nachbarn gegeben, der den Vergaser dann herrichten sollte - auch ohne Erfolg!
Also sollte es ein Roller mit elektronischer Einspritzung werden... die machen einfach viel weniger Probleme! Einen Zweitakter habe ich sowieso vorher schon ausgeschlossen: Die gehen zwar gut ab, sind aber stinkende Umweltverschmutzer und das Gepansche mit dem Öl macht auch keinen Spaß.



Die Auswahl:
Drei Stück mit elektronischer Einspritzung (bei 50ern offensichtlich eher selten) standen zur Auswahl:
1. Piaggio Liberty 50 i.e. iGet 4T 3V: 
3,3 PS Leistung und 2.290 Euro teuer. Das Besondere: Dieser Roller hat 3 Ventile statt nur zwei!
2. Kymco NEWSento 50i:
3,6 PS Leistung und 2.129 Euro teuer. Der Retro-Look ist etwas besser anzusehen als die beiden anderen, allerdings ist er wegen den kleinen Rädern auch nicht so stabil und sicher unterwegs.
3. Honda Vision 50:
3,4 PS Leistung und 2.190 Euro teuer. Das Besondere: Dies ist mit nur 2,5 Litern der sparsamste 50er Roller, den es hier zu kaufen gibt!

Die Entscheidung:
Ich habe echt lange überlegt und obwohl der Kymco mir optisch am besten gefällt, habe ich mich für den Honda Roller entschieden. Ganz einfach weil er am zuverlässigsten, sichersten und sparsamsten ist. Hinzu kam ein gutes Angebot: Ich konnte einen für 1.790 Euro ergattern! Dieser hatte zwar 0 Kilometer auf dem Tacho, aber für die Zulassungsstatistik wurde der Roller bereits registriert und hatte dadurch nur noch 22 statt 24 Monate Garantie. Für 400 Euro Ersparnis nahm ich diese 2 Monate gerne in Kauf, ebenso die weiße Lackierung, die nicht gerade mein Favorit ist...
Ich habe dazu noch ein Topcase inkl. Trägerplatte und Installation für 50 Euro ausgehandelt.
Unterm Strich also einen nagelneuen Roller mit 22 Monaten Garantie und Topcase für 1.840 Euro!

Die erste Fahrt: 
Die ersten paar Meter waren natürlich erst mal etwas ungewohnt, aber der leichte Roller lässt sich mit seinen großen Rädern wirklich hervorragend fahren.
Generell läuft der Motor dank elektronischer Einspritzung und 4-Takt-Technik sehr ruhig und gleichmäßig und spricht auch sehr gut an. Eindeutig der beste 50er Roller den ich je gefahren bin!

Die ersten paar hundert Kilometer: 
Als ich das erste mal zur Arbeit fuhr, dachte ich der Roller wäre defekt... an einem ganz leichten Steigung (im Auto kaum wahrnehmbar) verlor der Roller extrem an Geschwindigkeit! Eine kurze Recherche klärte jedoch auf: Der Vision 50 ist tatsächlich etwas langsam und schon leichte Steigungen sind ein Problem für ihn. Ich bemerkte auch schnell, daß die Beschleunigung alles andere als schnell ist. Noch viel schlimmer: ich werde von absolut jedem Roller abgezogen!
Auch bei der Höchstgeschwindigkeit gibt es keinerlei Toleranz: Meine alten 50er Roller (auch der neue Chinaroller) fuhren gut 60 km/h laut Tacho. Der Vision 50 kommt auf gerade mal 48 km/h! Da so ein Tacho immer etwas mehr anzeigt, dürfte der real also nicht mal die erlaubten 45 km/h erreichen... etwas enttäuschend!
Natürlich könnte man etwas dagegen machen (z.B. das hier), aber das wäre nicht ganz legal. Und ganz ehrlich: ich hab kein Bock mehr auf Rumgebastel! Ich werde den Roller ganz normal fahren, regelmäßig zur Inspektion bringen und hoffentlich lange Freude daran haben!
Inzwischen habe ich 600 km abgespult und insgesamt bin ich sehr zufrieden! Er springt zuverlässig an, fährt vernünftig und der durchschnittliche Verbrauch liegt tatsächlich bei nur knapp 2,5 Litern auf 100 km. Sensationell!

Der Sinn des Rollers:
Eine wichtige Frage war natürlich wofür ich überhaupt einen Roller brauche... da hab ich direkt drei wichtige Begründungen: 1. Die Fahrt mit dem Roller ist viel günstiger als mit dem Auto, weil ich nur 2,3 Liter statt 7,5 Liter auf 100 km verbrauche. 2. Als Ersatzfahrzeug, falls mein Auto mal defekt ist. Und kurz nach dem Kauf hatte ich genau so einen Fall! War ich froh, daß ich dann mit dem Roller zur Arbeit konnte! 3. Es macht einfach Spaß! Es ist zwar nur ein "lahmer" 50er Roller, aber dennoch macht er Spaß, besonders in der Stadt. Bei ner gesperrten Straße mal kurz über den Gehweg schieben und keine Probleme mit irgendwelchen Parkplätzen... top!


         

Nachtrag Januar 2018:
Ich habe inzwischen fast 900 km runter... ich bin immer noch zufrieden, der Roller läuft super! Mein Auto war in der Zwischenzeit drei mal kaputt, da war ich froh, daß ich den Roller habe :D 
Daß der Roller nicht ganz so sportlich beschleunigt und nur genau 45 km/h fährt stört mich eigentlich kaum noch. Alles Gewöhnungssache! Für mich ist das immer noch der beste 50er Roller, den ich je hatte! 
Trotzdem habe ich den Roller nun wieder verkauft, da ich mir einen 125er Roller gekauft habe ^^ 
Der Bericht zum 125er folgt demnächst. 

Samstag, 5. August 2017

Android Tablet als Enterntainment-System ins Auto bauen

Ein modernes Entertainment-System ist teuer und nur für moderne/neue Autos vorgesehen... Ich denke da an Navigation, Musikstream über das Internet (Deezer, Spotify, Amazon Musik), generell Internet, Glympse, Touchbedienung, Sprachsteuerung und so weiter. Ab Werk zahlt man für so ein System schon mal mehrere Hundert bis mehrere Tausend Euro! Es gibt auch ein paar Systeme zum nachrüsten, die sind ab 200 Euro auch recht erschwinglich, aber die sind meistens nur für Doppel-DIN-Schächte gedacht - das hat mein Nissan Micra K11 jedoch nicht. Es gibt zwar auch 1-DIN-Geräte mit ausfahrbaren Monitor, aber die kosten auch wieder fast 300 Euro und passen in meinen Micra auch nicht rein, weil das Radio in einer Vertiefung steckt, so daß der Monitor keinen Platz hätte.

Die Vertiefung am Radio und der Innenraum vorher

Hier meine Lösung, wie man moderne Technik günstig in ein altes Auto bekommt:


1. Das Radio:
Ganz ohne Radio geht es leider nicht, bzw. nur schwer. Ich hab mir eh schon vor einiger Zeit ein sehr einfaches Bluetooth-Radio für 30 Euro (Neupreis!!) gekauft. Dieses Radio hat kein CD-Laufwerk mehr, sondern nur USB, SD-Karte, AUX-IN und eben Bluetooth. Aber Achtung: dieses Radio ist wirklich "billig"! Wer anständige Lautsprecher hat und insgesamt etwas mehr rausholen möchte, der sollte sich lieber ein Markenradio mit Bluetooth holen. Weil in meinem Micra aber eh alles billig und ranzig ist, reicht das billige Radio vollkommen aus ;)


2. Das Tablet:
Es gebrauchtes Mittelklassegerät ist ausreichend, ich entschied mich für ein Nexus 7 Wifi von 2012: 16 GB interner Speicher für ausreichend viel Musik (neben Streaming), 1 GB Arbeitsspeicher, 7 Zoll Display und natürlich GPS für die Navigation. Ich habe für das gebrauchte Tablet knapp 60 Euro bezahlt. Eine große Auswahl an neuen und gebrauchten Tablets gibt es zum Beispiel hier.
Für mein kleines Auto sind die 7 Zoll passend, wer mehr Platz an der Mittelkonsole hat, der kann natürlich auch ein 10 Zoll Tablet nehmen ;)


3. Die Halterung: 
An der ganzen Sache war die Wahl der Haltung echt das größte Problem! Man hat die Qual der Wahl und irgendwie ist mein Micra für die meisten Halterungen ungeeignet. Ich hab mich schließlich für eine Saugnapfhalterung entschieden, hab dazu aber noch eine Adapterplatte bestellt, daß ich das Ganze auf dem Armaturenbrett befestigen kann.


4. Die Stromversorgung:
Normal könnte man das Tablet einfach mit einem Kfz-Kabel am Zigarettenanzünder anschließen - dieser ist bei mir aber schon von der Dashcam belegt... Ich hab mir daher einen Verteiler bestellt. Wichtig: Der USB-Port sollte mindestens 2 A haben, damit das Tablet ordentlich laden kann! Die meisten USB-Steckdosen aus dem Zubehör haben nur 1 oder gar nur 0,5 A - das reicht nicht!
Man könnte die ganzen Kabel natürlich auch schön hinter der Mittelkonsole verstecken, aber ich habe das offen gelassen, damit man an dem Verteiler auch noch andere Handys zum aufladen anschließen kann:

Stromkabel-Chaos!


5. Die Hardware-Installation:
Im Internet gibts einige Anleitungen, wie man ein 7 Zoll Tablet professionell in einen 2-DIN-Schacht einbaut... das gibts bei mir natürlich nicht :D Viel einfacher und billiger: Die Adapterplatte für die Saugnapfhalterung wird an geeigneter Stelle am Armaturenbrett festgeklebt, die Saugnapfhalterung darauf befestigt und das Tablet eingeklemmt. Dann wird noch das Stromkabel einigermaßen verlegt, der Stromverteiler eingestöpselt und das wars auch schon! Easy!

Sieht fast aus wie bei einem aktuellen Mercedes... nur mit modernerer Technik ;)


6. Die Software-Einrichtung:
Als erstes brauchen wir Internet: Dafür aktivieren wir auf dem Handy den "mobilen Hotspot" (auch Tethering genannt) und suchen diesen mit dem Tablet. In den WLAN-Einstellungen stellen wir das Tablet so ein, daß es sich zukünftig automatisch mit Handy verbindet.
Dann wird noch das Tablet per Bluetooth mit dem Radio verbunden (Pairing, siehe Anleitung des Radios). Die Musik und die Sprachausgabe läuft jetzt über die Lautsprecher des Autos.
Eine sehr nützliche App ist "Screen On": sobald man den Wagen startet und das Tablet Strom bekommt, geht das Display automatisch an und bleibt auch an, bis man die Zündung wieder ausstellt.
Jetzt noch die Apps installieren, die man braucht: In meinem Fall Deezer für die Musik und Google Maps für die Navigation.
Ich habe dann noch die "OK Google" aktiviert - so reagiert das Tablet auf Zuruf, was während der Fahrt echt vorteilhaft ist, zum Beispiel "OK Google, navigiere mich nach Hause" oder "OK Google, öffne Deezer und spiele meine Lieblingsmusik".


7. Die Gesamtkosten:
Das gebrauchte Tablet kostete 60 Euro, der Stromverteiler 15 Euro und die Halterung mit Klebeplatte 16 Euro - macht zusammen 91 Euro! Wer noch kein Bluetooth fähiges Autoradio hat, der legt noch mal 30 Euro drauf und ist dann bei 121 Euro. Billiger geht es echt nicht! Wer sich ein neueres Tablet aussucht und dazu ein Markenradio nimmt, kommt mit etwa 200 bis 250 Euro aus.




Fazit:
Es ist einfach und günstig ein 7 Zoll Tablet fest in sein Auto zu integrieren. Praktisch für alle, die keinen Platz für ein 2-DIN-Radio haben oder keinen riesen Haufen Geld für ein halbwegs modernes Entertainment-System ausgeben wollen.
Mein Beispiel ist wirklich die einfachste Methode (für faule und ungeschickte Leute wie mich), man kann auch bessere Technik nehmen und diese schöner ins Auto integrieren.

Mittwoch, 7. Juni 2017

Rostigen Seitenschweller am Micra K11 behandeln

Das Wichtigste vorab: Das hier ist keine "professionelle Anleitung um Rost zu entfernen"! Das hier ist meine stümperhafte Vorgehensweise um die Rostblüte zu verlangsamen und zu verstecken ;)

Wie so viele alte Autos hat auch mein Micra K11 ein kleines Rostproblem - aber zum Glück nur ein kleines! Mein Micra hat verhältnismäßig wenig Rost.
Der einzige, nennenswerte Rost ist am Seitenschweller auf der Beifahrerseite und dort wurde auch schon mal ein Blech eingeschweißt, weil der Rost schon mal vor einigen Jahren beim TÜV bemängelt wurde:

 Links der akute Rost, rechts das eingeschweißte Blech

Zur Behandlung brauche ich:
- Drahtbürste
- Bremsenreiniger
- Rostumwandler
- Rostblocker

Als erstes habe ich die betroffene Stelle mit einer groben Drahtbürste (Stahl) ordentlich abgeschrubbt, daß sich loser Rost, Lack und andere Materialien lösen. Anschließend habe ich die Stelle mit Bremsenreiniger gereinigt:


Danach wird die Stelle dick mit Rostumwandler eingepinselt - besonders in das rostige Loch hinein:


Nach 15 Minuten sollte der Rost umgewandelt sein und sieht dann schwarz aus:


Nach drei Stunden ist der Rostumwandler überstreichbar. Ich habe mich für den Rostblocker von Hammerite entschieden und diesen wirklich dick aufgetragen, daß die rostigen Löcher möglichst aufgefüllt werden:


Der Rost ist somit vorerst gestoppt und das Metall ist vor Feuchtigkeit oder Salz geschützt - zumindest von außen und so weit der Pinsel in die Löcher hinein kam. Wie lange dieser Schutz hält, wird die Zeit zeigen... Aber trotzdem: Irgendwann früher oder später muß das professionell geschweißt werden, daran führt kein Weg vorbei, ich habe das nur ein wenig verzögert.

Samstag, 27. Mai 2017

Nissan Micra K11 mit Tafellack

Ich fahre nicht gerne mit "normalen" Autos herum, daher wurde der Micra jetzt schleunigst umgestaltet :D Eigentlich wollte ich wieder irgendwas mit einer "Saufen-Folierung" machen, aber ich habe mich dann doch für eine komplette Lackierung mit Tafellack entschieden.

Verwendete Materialien:
Kreppband (5,50 Euro)
Terpentinersatz (4 Euro)
180er Schmirgelpapier (7,49 Euro)
2x 750 ml schwarzer Tafellack (21 Euro)
1 Dose matt grüne Farbe (22,50 Euro)
Rollen-Set (8,85 Euro)
Zusammen knapp 70 Euro, lässt man die grüne Akzentfarbe weg, kommt man auf knapp 47 Euro. Ich hatte bis auf den Tafellack noch alle Materialien von alten Projekten übrig, also habe ich quasi nur 21 Euro für den Tafellack bezahlt und selbst davon ist noch ein guter halber Liter übrig geblieben.

Vorarbeit:
Als erstes wird der Wagen grob sauber gemacht, dann mit dem Schmirgelpapier gründlich angeschleift und anschließend mit Terpentinersatz gründlich von Staub und Fett befreit.
Schließlich werden die nicht zu lackierenden Flächen mit Kreppband abgeklebt.

Komplett geschliffen, bereits mit grünen Akzenten

Die Lackierung:
Mit der Lackrolle trägt man den Lack möglichst gleichmäßig auf... das hat meine Freundin gemacht (das Abkleben ebenso), weil die dafür einfach ein besseres Händchen hat. Ich bin für so was viel zu grobmotorisch und zu ungeduldig :D

Der erste Lackiervorgang

Die erste Lackschicht lässt man dann etwas antrocknen (ist man hinten fertig geworden, ist der Lack vorne bereits trocken) und macht direkt mit der zweiten Lackschicht weiter. 

Das Ergebnis sieht dann so aus:



Für das Schleifen, Abkleben und die zwei Lackiervorgänge haben wir rund 7 Stunden gebraucht. 
Wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden und es ging sogar schneller als wir befürchtet haben. 

Natürlich ist der Micra noch lange nicht fertig... ich halte Euch auf dem Laufenden! 

Montag, 22. Mai 2017

Der Saufen-CLK steht zum Verkauf!!

Es ist nun so weit: Der "Saufen-CLK" steht zum Verkauf! 

Wie ich schon im vorherigen Blogeintrag kurz schrieb, wollte ich langsam mal was Neues, was Kleineres und was Günstigeres.

Ich habe mich entschieden den "Saufen-CLK" bei eBay als Auktion anzubieten und zwar ab einen Euro und ohne Mindestpreis! Ganz einfach, weil ich den Wert überhaupt nicht einschätzen kann!
Die Auktion läuft ab heute, bis zum 1. Juni 2017.
Sämtliche Details zum Wagen sind in der Artikelbeschreibung bei eBay zu finden:


Nachtrag:
Der Saufen-CLK wurde für 2711 Euro verkauft - ich bin damit ganz zufrieden. Der neue Besitzer hat die Polizei-Look-Folie, sowie jede andere Deko entfernt, der Saufen-CLK ist somit Geschichte :(

Dienstag, 16. Mai 2017

Mein neues Projekt: Nissan Micra K11

Ich habe ein neues Auto: Einen Nissan Micra von 1993 mit stolzen 54 PS und mit Automatik! 

Meinen geliebten "Saufen-CLK" werde ich die Tage zum Verkauf anbieten, weil mir (kurz gesagt) die Wartungs- und Instandhaltungskosten langsam zu viel werden und ich eh was kleineres/günstigeres haben wollte. Weitere Infos zum Verkauf gibt es dann die Tage noch mal!

Nun zum neuen Micra... das ist das gute Stück:



Es handelt sich hier um die zweite Baureihe des Nissan Micra ("K11"). Meiner hat den 1 Liter Motor mir vier Zylindern, 16 Ventilen, 54 PS und eine stufenlose CVT-Automatik. Auf den Luxus Automatik möchte ich nur noch ungern verzichten!

Wo wir beim Thema Luxus wären... 
Luxus hat der Micra wenig, besonders im Gegensatz zu meinem alten Mercedes CLK. Ich wurde schon gefragt, ob ich mit dieser "Verschlechterung" überhaupt klar kommen würde.
Ja, ich komme damit sehr gut zurecht! Ich bin ja nicht ungewollt auf einen alten, billigen Kleinwagen umgestiegen, ich wollte das wirklich so! Ja, ganz wirklich :D
Die Vorteile gegenüber des CLK: Ein sehr kompaktes und übersichtliches Auto, die Instandhaltung ist wesentlich günstiger, der Wertverlust ist wesentlich geringer und Schrammen und Beulen tun nicht so weh.

Der Innenraum

Bei den laufenden Kosten (Versicherung, Steuern, Treibstoff) ist der 54 PS Micra tatsächlich nur einen Euro pro Monat günstiger als der 218 PS Benz! Ohne Witz! Das liegt aber auch nur daran, daß der Benz mit LPG fährt, was einfach unschlagbar günstig ist! Aber wie schon geschrieben: Bei der Instandhaltung und dem Wertverlust ist der Micra dann doch wesentlich günstiger.

Der aktuelle Zustand:
Der Micra hat aktuell ca. 103.000 km runter und das ist so weit auch nachweisbar. Optisch hat er einige Kratzer und Beulen, hier und da Rost, ein Seitenschweller wurde schon mal geschweißt und innen hat er auch schon einige Gebrauchsspuren wie abgegriffene Schalter, kleinere Defekte und Brandlöcher.
Der Motor war mit Öl verschmiert, aber das wurde bereits mit einer Motorwäsche entfernt und jetzt warte ich ab, ob neues Öl nach kommt - laut des Vorbesitzers soll der Motor jedoch kein Öl verlieren oder verbrauchen... naja, ich bin gespannt!
Wegen des Öls ist der Keilrippenriemen porös geworden und muß getauscht werden - das wird jetzt von einer Werkstatt erledigt und sollte rund 50 Euro kosten.
Unterm Strich scheint der Wagen in einem recht guten Zustand zu sein - denke/hoffe ich zumindest...
Wenn er bis zum nächsten TÜV (genau in einem Jahr) durchhält, dann reicht mir das schon - laut des Vorbesitzers sollte der nächste TÜV kein Problem sein... wäre schön, aber auch mal abwarten!

Neben dem Motor hatte auch der Tankdeckel eine Reinigung bitter nötig

Das Fahrgefühl:
In der Stadt ist das Leichtgewicht (knapp 800 Kilo) erstaunlich flott unterwegs und das trotz der Automatik. Aber auf der Autobahn merkt man dann doch die mageren 54 PS... aber das macht mir gar nichts aus! Mit meinem 218 PS Benz war ich auch nie besonders schnell unterwegs, eigentlich war der für mich quasi übermotorisiert. Ich fahre jetzt ganz entspannt auf der rechten Spur mit maximal 120 km/h. Es wären laut Papiere zwar 150 km/h möglich, aber ab 130 km/h wird es dann doch bissl unangenehm... Egal! Auf der rechten Spur ist es sehr stressfrei :D
Die Straßenlage ist natürlich schlechter als beim Benz: Kleinere Räder, kürzerer Radstand, weniger Gewicht... das merkt man deutlich! Aber bei niedrigeren Geschwindigkeiten stört das auch nicht.
Anders ist das mit dem Sicherheitsgefühl, denn im Micra fühlt man sich schon ein wenig wie in einer Todesfalle: Kaum Knautschzonen, keine Airbags, generell alte Sicherheitstechnik und nicht mal ABS, geschweige denn ESP! Da fährt man noch vorsichtiger als ohnehin schon ;)

Pläne für die Zukunft:
Im Oktober 2017 bräuchte ich neue Reifen und dafür würde ich den TÜV vorziehen, welcher eigentlich erst im Mai 2018 fällig wäre:
Besteht er den TÜV, investiere ich in gute Ganzjahresreifen (plus evtl. neue Felgen), besteht er den TÜV nicht, würde ich nur irgendwelche billigen (gebrauchte?) Winterreifen holen und den Wagen dann bis Mai 2018 fahren und ihn dann wieder abstoßen.
Aber eigentlich spricht tatsächlich nichts gegen neuen TÜV und dann würde ich den Wagen bis Oktober 2019 fahren!
Jetzt wird erst mal in Kleinigkeiten investiert (Keilrippenriemen, Luftfilter, Ölwechsel, Autoradio) und dann wird der Micra natürlich optisch verändert! Mich kotzt es grad doch ein wenig an, in einem völlig normalen Auto rumfahren zu müssen ;) Was ich aus dem Micra mache, das weiß ich allerdings noch nicht ganz genau... evtl. wieder was mit "Saufen", oder mit "Saufkommando" und ich gehe mehr in Richtung "Rat-Look". Natürlich werde ich dann wieder regelmäßig hier und auf meiner Facebook-Seite darüber berichten.


...auch schon bestellt, daß ich einige Dinge auch mal alleine hinbekomme...

Fazit:

Ich bin natürlich ein bisschen traurig, daß ich den "Saufen-CLK" jetzt abgebe, aber ich mag auch den Micra und ich freue mich auf das anstehende Projekt - endlich mal wieder was zu tun!
Ich hoffe, daß der Micra die nächsten 2,5 Jahre mein treuer Begleiter sein wird, möglichst ohne Pannen und Defekte...