Montag, 15. Juli 2013

Test: Rollei CarDVR-110 Auto-Kamera (Dash-Cam) *Update 2016*

Im Falle eines Unfalls ist es gut wenn man einen Zeugen dabei hat - wenn nicht, ist es gut den Unfall auf Video zu haben!
Als mir in kürzester Zeit zwei mal die Vorfahrt genommen wurde und es fast zu einem Unfall kam, entschied ich mich, eine Auto-Kamera zu kaufen (auch Dash-Cam, Car-Cam oder Video-Blackbox genannt).

Die Qual der Wahl - [Update 02.01.2016]:
In den letzten drei Jahren hat sich technisch natürlich viel getan. Inzwischen hat sich die Marke "iTracker" auf dem Markt etabliert und bietet sehr gute Dash-Cams an. Zum Beispiel die iTracker mini0806-PRO GPS für 159 Euro, die bei Amazon aktueller der Bestseller Nr. 1 ist.Sie ist sehr klein und sehr gut ausgestattet.
Der Nachfolger meiner Rollei 110 ist die Rollei Car-DVR-200 für 99 Euro. Meiner Meinung nach, hat die das beste Preisleistungsverhältnis.
Für die Technikfreaks gibts dann noch die Garmin nüviCam LMT-D für 328 Euro. Das ist in erster Linie ein Navigationsgerät, das zusätzlich mit einer Dash-Cam, DAB+Verkehrsfunk und Fahrassistenzsystemen (Kollisionswarner und Spurhalteassistent).
Von billigen oder No-Name-Geräten sollte man die Finger lassen! Die Qualität und Zuverlässigkeit ist meistens schlecht.
Auch Speicherkarten sind günstiger geworden: 32 GB für 14 Euro, 64 GB für 20 Euro.

2013 habe ich die Rollei CarDVR-110 inkl. 16 GB Speicherkarte für 170 Euro gekauft.

Die technischen Daten der Rollei 110:
- Full HD Videoauflösung (1920x1080/30fps)
- Datenformat: Foto: DCF (JPEG, Exif: 2.2) | Film: MOV
- Weitwinkel-Objektiv 3,0 mm
- Fokussierbereich: F = 2.4 | Blende: 1,5 m ~ unendlich
- 2,4“ Farb-LCD-TFT (112K Pixel)
- integriertes Mikrofon und eingebauter Lautsprecher
- Anschlüsse: HDMI 1.3 (oder höher) | Mini USB | 10 Pin Mini-USB-zu-AV-Ausgang
- G-Sensor
- GPS

Der Einbau:
Per Saugnapf-Halterung (leider etwas groß geraten) bringt man die Kamera möglichst am Rückspiegel an. Das mitgelieferte 12/24 Volt Kabel (auch für LKWs geeignet) ist 4 Meter lang - das Kabel soll nicht wie bei nem Navi quer über die Scheibe und die Mittelkonsole hängen, das Kabel wird sauber unter dem Dachhimmel und über die A- oder B-Säule verlegt, so daß man es kaum sieht.
Am Anfang hatte ich Probleme mit Abstürzen der Kamera, aber das Problem war leicht zu beheben: Die eingelegte Speicherkarte muß unbedingt im Gerät über die Einstellungen formatiert werden! Das hab ich nicht getan: ich hab die Karte einfach eingelegt und losgelegt... hat funktioniert! Bis auf die Abstürze ;) Eventuell muß man auch ein Firmwareupdate machen. Anleitung und Firmware zum runterladen findet man auf der Herstellerseite.

Die Praxis:
Man kann das Gerät so einstellen, daß es sich beim Motorstart automatisch einschaltet und kurz nach dem Motor abstellen wieder ausschaltet. Aufgenommen wird in 5-Minuten-Abschnitten und wenn die Speicherkarte voll ist, wird der älteste Abschnitt gelöscht. Die 16 GB reichen für etwa 8 Stunden bei höchster Auflösung. Wenn einem während der Fahrt etwas passiert oder man irgendwas interessantes sieht, gibts eine "Paniktaste" - die Speichert das aktuelle Video dann dauerhaft ab und das wird dann auch nicht automatisch gelöscht.
Dank der GPS-Aufzeichnung kann man sich die Videos dann auf dem PC mit Geschwindigkeit, Beschleunigung und Route anschauen. Die mitgelieferte Software ist nicht ganz so toll, aber die kostenlose Software "RegistratorViewer" ist spitze:


Die gestückelten Videos werden zusammen gefügt, so daß man pro Fahrt eine Gruppe hat. Man erhält zudem Infos zu den gefahrenen Kilometern und Geschwindigkeiten.
Es müssen ja nicht immer Unfälle sein! Man kann genau so gut skurrile oder schöne Dinge aufnehmen, wie zum Beispiel die Ausfahrt vom 3. CLK-Treffen in Emsbüren:


Das Video unbedingt auf "1080p" stellen und als Vollbild anschauen. Beim schneiden und konvertieren hat die Qualität etwas gelitten... die originalen Videos sind noch besser!
Übrigens ist die Videoqualität auch nachts ausreichend gut! 

Rechtliches (ohne Gewähr):
Rechtlich gibts mit der Kamera einige Unstimmigkeiten.
Das Filmen an sich ist erst mal erlaubt, aber das Veröffentlichen ist da schon wieder was anderes... Wenn da eine Person / ein Wagen im Mittelpunkt steht und diese der Veröffentlichung nicht zustimmt, dann muß man zum Schutz der Persönlichkeitsrechte Gesichter und Kennzeichen unkenntlich machen.
Wenn man willkürlich größere Gruppen filmt, oder jemand zufällig vorbei läuft/fährt und/oder kurz zu sehen ist, muß man den nicht unkenntlich machen. Als Beispiel siehe Nachrichten die Staus zeigen - da wird auch niemand gefragt oder unkenntlich gemacht.
Hatte man einen Unfall und es steht Aussage gegen Aussage und man hat ein Beweisvideo, ist es Sache des Richters das Video als Beweis zuzulassen oder nicht. Aber mal ernsthaft: Warum sollte ein Richter solch eindeutiges Beweismaterial nicht zulassen?
Aber vorsicht: Man kann sich so auch schnell selbst belasten, wenn man damit seine eigenen Fehler filmt!
[Update 19.07.2013]:
"Aufnahmen von Mini-Videokameras im Auto und an anderen Fahrzeugen sind nach Ansicht des Amtsgerichts München in einem Zivilprozess als Beweismittel zulässig."
Quelle: http://www.motor-talk.de/news/dashcam-video-gilt-als-beweismittel-t4612211.html#post37725044


Fazit:
Die in meinem Fall 170 Euro waren nicht gerade wenig, aber es lohnt sich! Man hat ein gutes Gefühl, einen "elektronischen Zeugen" dabei zu haben und für andere Zwecke ist die Kamera auch nicht schlecht (siehe die vielen, russischen Auto-Videos).
Einbau und Bedienung sind leicht, man sieht die Kamera zwar neben dem Innenspiegel, aber nicht so eindeutig wie z.B. ein Navi, die Bildqualität ist absolut super!
Die Kamera funktioniert einwandfrei, es gibt nichts daran auszusetzen und ich empfehle sie daher uneingeschränkt weiter! Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist zudem das momentan beste am Markt.

Mittwoch, 10. Juli 2013

Der Hornbach Hammer aus Panzerstahl

OK, das hat jetzt nicht direkt was mit Autos zu tun... aber aus lauter Verwunderung muß ich doch mal drüber schreiben!
Bei Hornbach gab es einen Hammer, gefertigt aus Panzerstahl. Der TV-Spot dazu:


Habe ich den Spot anfangs noch für einen Gag gehalten, stellte sich jetzt heraus, daß dieser Hammer tatsächlich aus einm Panzer gefertigt wurde!
Verblüffend ist die Nachfrage: Limitiert auf 7000 Stück, war der Hammer nach 2 Tagen ausverkauft! Online wurde er bei Hornbach für knapp 30 Euro inkl. Versand angeboten, im Laden für 25 Euro und inzwischen bei eBay für nicht unter 100 Euro!
Na das ist doch echt mal ein Hammer!

Fotos vom Hammer mit aufwändig gestalteter Verpackung: http://www.designmadeingermany.de/2013/16604/6-33/

Tja, hätte ich das früher mitbekommen, hätte ich mir so einen Hammer geholt... Nun ist es leider zu spät :(

Sonntag, 7. Juli 2013

Bordsteckdose / Zigarettenanzünder ausbauen

Die Bordsteckdose im CLK taugt leider nicht viel :( Eine in meinem Fall angeschlossene Auto-Kamera hat immer wieder Unterbrechungen. Die Steckdose ist einfach nicht tief und fest genug, so daß der Stecker wackelt. Ich musste daher immer mit offenem Fach fahren und wenn die Kamera aus ging, musste ich am Kabel rütteln:


Das sieht nicht schön aus und ist extrem nervig -.- Das einzige was hilft: eine andere Steckdose verbauen!

Ich habe das wie folgt gelöst... 

Als erstes zieht man die schwarze Umrandung an der Schulkulisse ab: Einfach mit den Fingernägeln seitlich drunter gehen und nach oben abziehen.


Danach kann man das Bedienfeld abnehmen - auch wieder nur kräftig nach oben ziehen! Um das Bedienfeld über den Schalthebel zu bekommen, muß dieser auf "P" stehen. Die Kabel können alle dran bleiben, das Bedienfeld legt man etwas zur Seite...
Nun kann man die zwei Schrauben vom Steckdosen-Fach lösen:


Um das Fach heraus zu bekommen muß der Wahlhebel wieder zurück auf "N" und mit etwas gefummel bekommt man das Fach heraus. Zu sehen ist die Steckverbindung für die Bordsteckdose.


Ich habe mir einen Zweifach-Verteiler mit Verlängerungskabel für ein paar Euro geholt, den Stecker davon entfernt und stattdessen zwei Steckverbindungen zum anklemmen dran gemacht:


Den Zweifach-Verteiler hab ich dann ins Fach gelegt und das Kabel nach hinten durch die Klappe verlegt und dann mit dem Anschluß verbunden (auf die Polung achten!): 


Die ursprünglich verbaute Steckdose ist somit ohne Funktion, aber die ganze Konstruktion kann leicht wieder rückgängig gemacht werden.
Dann wird das ganze wieder zusammen gebaut und das Ergebnis sieht dann so aus:


Ich habe jetzt zwei funktionsfähige Steckdosen, statt nur eine mit Wackelkontakt :)