Montag, 10. März 2014

Anleitung: Luftmassenmesser reinigen

Der Luftmassenmesser (oder auch Luftmengenmesser, kurz LMM) mißt die Menge und die Temperatur der einströmenden Luft. Die Daten sind für den Motor wichtig, um eine korrekte Verbrennung vom Benzin oder Diesel zu gewährleisten.
Ist der LMM defekt, läuft der Wagen unruhig, nimmt kaum Gas an und verbraucht mehr Kraftstoff. Ein Defekt wird normal von der Motorkontrolleuchte angezeigt.
Ist der LMM nur verschmutzt, merkt man das nicht unbedingt. Die Symptome treten dann nur schwach auf und die Motorkontrolleuchte leuchtet nicht auf.

Den LMM sollte man alle 2 Jahre reinigen (wobei das umstritten ist), oder spätestens dann, wenn erste Symptome auftreten. Hier eine Anleitung dazu:


1. Ausbau des LMM:

Der LMM liegt direkt hinter dem Luftfilterkasten und ist normalerweise gut zu erkennen.


Als erstes löst man den Stecker vom LMM und zieht ihn dann von den beiden Rohren ab. Das geht schnell und einfach.
Nun kann man den eigentlichen Sensor aus dem Gehäuse schrauben. Bei älteren Modellen geht das noch mit einem normalen Schraubenzieher, die neueren Modelle haben Spezialschrauben:


Das ist eine Torx-Schraube mit Loch (Typ "T20H"). Man kann sich entweder den Bit einzeln holen, oder man holt sich gleich ein ganzes Set. In den meisten, normalen Sets sind diese besonderen Bits nicht enthalten!
Sind die Schrauben gelöst, kann man den Sensor aus dem Gehäuse ziehen.
Aber Achtung: Die Elektronik am Sensor ist hoch empfindlich! Man sollte die empfindlichen Drähte und Elektronik auf keinen Fall berühren!!


Man kann den LMM zwar auch reinigen ohne den Sensor aus zu bauen (wenn man z.B. kein geeignetes Werkzeug hat), aber das klappt dann einfach nicht so gut und nicht so gründlich!


2. Die Reinigung:

Für den empfindlichen Sensor sollte man einen speziellen Luftmassensensor Reiniger von Liqui Moly nehmen.
Man sprüht den Sensor kräftig ein und lässt den Schmutz abtropfen. Der Reiniger verdunstet dann rückstandslos. Bitte nicht reiben oder abklopfen!
Das LMM-Gehäuse kann man mit einem beliebigen Reiniger reinigen - das ist bloß unempfindliches Kunststoff.
Damit der LMM nicht gleich wieder verunreinigt wird, sollte man zudem einen neuen Luftfilter einbauen und den Luftfilterkasten samt Rohre gründlich reinigen. Auch hier kann man wieder einen beliebigen Reiniger nehmen.
Was den Luftfilter angeht, nimmt man am besten einen aus Papier! Die geölten Gewebe-Luftfilter geben ständig etwas Öl ab und das verschmutzt oder beschädigt den LMM! Beim Luftfilter nicht sparen und einen Markenfilter von Bosch oder MANN nehmen und diesen dann jedes Jahr oder spätestens alle 15.000 km wechseln.


3. Der Zusammenbau:

Wenn alles trocken ist, wird wieder alles zusammengebaut. Das geht ähnlich leicht wie das Auseinanderbauen, aber man muß darauf achten, daß man alles richtig rum einbaut und daß die Rohre richtig sitzen und alles dicht ist. Würde hinter dem LMM noch zusätzliche Luft eindringen können, würde man das schlechten und unruhigen Motorlauf verursachen (Falschluft).

Nun kann man den Motor wieder starten und man müsste einen Erfolg merken. Sollte es immer noch Probleme mit dem LMM geben (so fern vorher bereits welche vorhanden waren), so wird dieser wahrscheinlich defekt sein. Beim Neukauf unbedingt Markenware nehmen! Viele haben es schon mit billigen No-Name-LMM versucht (ich auch) und jedes mal das gleiche Ergebnis: Die taugen einfach nichts! Am besten einen LMM von Bosch oder Pierburg nehmen.
Läuft der LMM nach der Reinigung schlechter als vorher, so hat man entweder etwas falsch zusammengebaut, oder im schlimmsten Fall den LMM ungewollt beschädigt.

Viel Erfolg!

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