Freitag, 27. Mai 2016

Schlieren und Flecken von der Windschutzscheibe entfernen

Ich habe schon lange Zeit mit "komischen Flecken" auf der Windschutzscheibe zu kämpfen. Ich hätte davon gerne ein Foto gemacht, aber das ist auf Fotos leider eh kaum zu erkennen...
Diese Flecken sieht man bei Trockenheit nicht, nur wenn es regnet und der Scheibenwischer an ist - dieser hinterläßt dann Schmieren und diese kleinen, halbdurchsichtigen Flecken.

Ich habe viele, viele Reinigungsmittel ausprobiert und die brachten keine Besserung.
Ich musste erst mal herausfinden, was das überhaupt für Flecken sind...
Die sehr wahrscheinliche Vermutung: Reste von billigen Scheibenwaschwasser und anderen Reinigungsmitteln, wie zum Beispiel auch Wachs aus der Waschstraße.
Also hartnäckige Wachse und Silikone, die sich seit Jahren dort ansammeln.

 Liqui Moly 1555, Elsterglanz und Regenabweiser

Da "normale" Reiniger nicht halfen, probierte ich ein paar "Wundermittel":

Elsterglanz für Kochfelder soll die Windschutzscheibe (und auch andere Teile, zum Beispiel aus Metall) angeblich super sauber bekommen. Ja, das stimmt so weit auch! Das Mittel funktioniert absolut hervorragend und alle Scheiben wurden super sauber!
Dazu wurde mir auch noch der Regenabweiser empfohlen, den ich direkt nach der Reinigung mit Elsterglanz aufgetragen habe.
Die halbdurchsichtigen Flecken waren so gut wie alle weg und der Regenabweiser funktionierte auch hervorragend - selbst bei Starkregen brauchte man keine Scheibenwischer, weil der Regen einfach so abperlte. Schaltete man jedoch den Scheibenwischer dazu (welcher übrigens neu war), kamen wieder ganz schlimme Schlieren und zwar noch viel schlimmer als vorher! Leider kann ich nicht sagen, ob das an Elsterglanz oder am Regenabweiser lag. Für die Seiten- und Heckscheiben jedoch sehr empfehlenswert!

Als nächstes probierte ich den Spezialreiniger Liqui Moly Typ 1555 "Silikon- und Wachs-Entferner". Wichtig bei diesem Reiniger: Man muß ihn mehrfach hintereinander anwenden! Mit dem Ergebnis war ich so weit auch zufrieden... Wieder weniger halbdurchsichtige Flecken und die Schlieren vom Elsterglanz oder Regenabweiser wurden auch entfernt. Prima!

Aber die Flecken waren noch nicht ganz weg... also suchte ich was "härteres":
Ich kaufte Silikonentferner und Aceton! Das sind starke Reinigungsmittel ohne irgendwelches Drumherum.
Einfach auf ein Tuch geben und die Scheibe ordentlich rubbeln... Ich habe erst Silikonentferner und dann Aceton genommen, aber die Reihenfolge ist wahrscheinlich egal. Vielleicht könnte man auch beide mischen und so einen Arbeitsgang sparen?

Silikonentferner und Aceton

Meine Scheibe ist nun auf jeden Fall sauber! Allerdings habe ich noch immer kleine Probleme mit Flecken und Schmieren, aber diese sind wirklich wesentlich besser geworden! Vielleicht verschwinden die auch noch, wenn ich die Reiniger noch öfter anwende.

Wichtig ist, daß man diese Flecken erst gar nicht entstehen lässt, was wohl mein größter Fehler war:
Das billige Winter-Scheibenwischwasser vom Lidl scheint der Hauptverursacher der Flecken zu sein. Da sollte man einfach ein paar Euro mehr ausgeben. Von anderen oft empfohlen und mehrfacher Testsieger ist "Sonax Extrem AntiFrost&KlarSicht Konzentrat" - das werde ich mir nächsten Winter mal holen.
Im Sommer geht das günstiger, mit dem "CW 1:100 Super Scheibenreiniger Konzentrat" - den nutze ich schon seit längerer Zeit und bin absolut zufrieden damit.
Außerdem sollte man darauf achten, daß man die Scheiben nach einer Autowäsche sofort mit einem geeigneten Reiniger behandelt. Auch die Scheibenwischblätter sollten gereinigt werden!

Fazit:
Liqui Moly 1555, Silikonentferner und Aceton reinigen die Windschutzscheibe super! Für die restlichen Scheiben eignet sich auch Elsterglanz und der Regenabweiser.
Flecken und Schmieren kann man direkt vermeiden, indem man ein hochwertiges Scheibenwischwasser verwendet und die Scheiben und Scheibenwischer direkt nach Autowäschen noch mal extra reinigt.
Und wenn gar nichts mehr geht: Eine neue Windschutzscheibe inkl. Einbau bieten viele Werkstätten (nicht Carglass, die sind wesentlich teurer!) schon ab 100 Euro an, für meinen CLK käme ich auf 215 Euro :D

Sonntag, 15. Mai 2016

Meine gesamte Fahrzeug-Historie seit 1998

Mich wundert es selbst, daß ich noch nie irgendwo alle meine Fahrzeuge aufgelistet habe... Das hole ich jetzt mal nach!

Die Zeiten, von wann bis wann ich das jeweilige Fahrzeug hatte, musste ich größtenteils mühselig im Internet nachforschen (alte Forenbeiträge, alte Blogeinträge usw.), weil ich für die älteren Fahrzeuge keine Unterlagen mehr habe und ich mich auch nicht mehr genau erinnere. Daten bei denen ich mir nicht ganz so sicher bin, sind mit "ca." angegeben. Insgesamt stimmen die Daten aber recht genau.


Suzuki GZ 125 Marauder (09/1998 - keine Ahnung):
Mein aller erstes Fahrzeug war ein Motorrad - eine Suzuki GZ 125, welche ich nagelneu vom Händler kaufte. Ich glaub sie kostete etwa 5500 DM. Mit dem Motorrad war ich als 17 Jähriger fast so was wie ein Held, denn die anderen Kollegen hatten "nur" 25er Mofas oder 50er Roller, wenn überhaupt.

So sah meine Marauder auch aus, allerdings habe ich kein originales Foto zur Hand!
Bildquelle: www.wikipedia.org
Meine Marauder war auf 80 km/h gedrosselt, weil ich noch keine 18 Jahre alt war, hatte zusätzlich eine Sissybar (kleine Rückenlehne für den Mitfahrer) und Ledertaschen.
Ich war mit dem Motorrad lange Zeit sehr zufrieden, sie fuhr sehr schön, war zuverlässig und hat optisch ordentlich was her gemacht. Wie lang ich die gefahren habe... ich hab echt keine Ahnung! Erinnere mich einfach nicht :( Es waren aber sicherlich 4 Jahre oder mehr.
Später hatte ich keine Garage mehr, das Motorrad stand dann immer draußen, vergammelte deswegen langsam und weil ich eh nicht mehr so viel fuhr, verkaufte ich die Marauder.


Baotian 50er Chinaroller (ca. 12/2007 - 03/2011):
Nach einigen Jahren ohne Motorrad, entschied ich mich wieder für einen Neukauf: Ein 50er Chinaroller von eBay, neu für rund 670 Euro inkl. Lieferung.

Der Chinaroller mit schwarzen Fell

Ich hatte den Roller etwa 3,5 Jahre, bin in der Zeit aber nur rund 1200 km gefahren.
Grund: Der Roller war ständig kaputt und lief sehr unzuverlässig! Schon in den ersten Monaten gab es schwere Defekte und nach kurzer Zeit hatte ich den halben Kaufpreis noch mal in Ersatzteile gesteckt.
Ich musste den Roller mehrfach auseinander gebaut, wobei die billige Karosserie mehrere Risse und Brüche erlitt - daraufhin verkleidete ich den Roller mit schwarzen Kunstfell, um die defekte Karosserie zu verstecken :D Sah echt geil aus!
Schließlich verkaufte ich den Roller als völlig defektes Bastlerobjekt für rund 120 Euro.


Daelim Daystar VL 125 (ca. 06/2008 - 09/2010):
Weil ich schon recht früh mit dem Chinaroller unzufrieden war (wegen den Defekten und wegen der geringen Leistung), wollte ich noch ein 125er Motorrad dazu kaufen. Ich entschied mich für eine gebrauchte Daelim Daystar VL 125 für rund 1000 Euro.



Im Gegensatz zur Marauder wirkte die Daystar viel wuchtiger und sie hatte einen zusätzlichen Kickstarter - prima, wenn man mal länger nicht fuhr und die Batterie schlapp machte!
Die meiste Zeit lief die Daystar recht zuverlässig, aber es gab zwischendurch immer wieder Problemchen, die sich aber meistens in Grenzen hielten. Irgendwann war der elektrische Starter hinüber, was dank des Kickstarters nicht so schlimm war, aber es gab dann auch noch Probleme mit der CDI, die ich alleine nicht lösen konnte.
Unterm Strich dennoch ein gutes Motorrad, womit ich zufrieden war!


Piaggio X9 125 (05/2009 - 04/2011):
Die Probleme mit dem Chinaroller waren gigantisch und die Daelim fiel auch immer öfter aus... also kaufte ich mir einen "Maxiroller" von einem Händler - eine Piaggio X9 125. Ich hatte also eine Zeit lang drei Fahrzeuge vor der Tür stehen :D
Die X9 war etwas teurer, dafür in einem guten Zustand und mit Garantie. Ich wollte einfach was zuverlässiges!

 Meine Piaggio X9 mit großen Topcase

Die X9 war wirklich super, es machte riesen Spaß damit zu fahren! Der Roller war groß und hochwertig und die meiste Zeit auch sehr zuverlässig. Nachdem die 12 Monate Garantie abgelaufen waren, begannen jedoch die Probleme... riesen Probleme: Der Zylinder machte Probleme -.-
Außerdem gab es an allen anderen Ecken auch noch Probleme, die sich alle zusammen auf rund 1200 Euro beliefen. Irgendwann verkaufte ich dann dieses Fass ohne Boden... selbstverständlich mit ordentlich finanziellen Verlust -.- Toller Roller, leider mit zu vielen Defekten. 


Opel Vectra B 2.2 DTI Caravan (07/2011 - 11/2012):
Im August 2011 machte ich endlich meinen Führerschein Klasse B und kaufte mir schon vor der Prüfung einen Opel. Eigentlich sollte es ein Opel Omega mit einem 2,5 Liter Diesel werden, aber das hat sich leider nicht ergeben. Es wurde recht kurzfristig ein Opel Vectra B 2.2 DTI Caravan Baujahr 2001.

 Mein Vectra im Originalzustand kurz nach dem Kauf...

...und später kurz vor dem Verkauf

 Heckansicht
Der Vectra wurde schnell umgestaltet: Angefangen mit "normalen" Dingen wie Sportauspuff, getönte Scheiben, MP3-Radio und blaue Innenbeleuchtung, aber auch "unnormale" Dinge wie verschiedene, auffällige Aufkleber: "Saufkommando Einsatzleitung" - der Vorläufer meines Saufen-CLK! Wie ich überhaupt darauf kam? Echt keine Ahnung... war ne Schnapsidee :D Auf dem Heck stand dann noch "Spießer" und "Nur Steuerhinterzieher fahren Oberklasse".
Der Vectra hat Spaß gemacht und der 125 PS Diesel hat ganz gut gezogen. Unterm Strich war der Vectra aber ein Fehlkauf: Erst kam ein teurer Turboschaden, dann erlitt der Wagen einen großen Wertverlust wegen den neu eingeführten Umweltzonen (der Vectra hatte nur eine gelbe Plakette). Ich verkaufte den Vectra daher vorzeitig mit reichlich Verlust.


Suzuki GS 500 (08/2011 - 09/2012):
Ich machte im August nicht nur den Autoführerschein, sondern auch den großen Motorradführerschein Klasse A. Ich holte mir eine Suzuki GS 500!
Ich fand das Motorrad sehr schön und es machte mächtig Spaß :)

Meine "große" Suzuki kurz nach der Abholung

Leider hatte die GS 500 auch wieder große Probleme, die hatte für ein Motorrad aber auch mächtig viele 75.000 km gelaufen und war 20 Jahre alt... Gleich zwei mal blieb ich mitten auf der Autobahn mit einer Panne liegen. Beim ersten mal Probleme mit der Benzinzufuhr, bzw. mit den Benzinleitungen, beim zweiten mal Probleme mit der gesamten Elektrik.
Ich bekam die Probleme nie richtig in den Griff und verkaufte die GS 500 als Bastelfahrzeug - zum Glück ohne finanziellen Verlust, da ich das Motorrad sehr günstig ersteigerte.


Mercedes CLK 320 (11/2012 - heute):
Eigentlich wollte ich mir als Nachfolger für meinen Vectra einen Opel Vectra C 3.0 CDTI holen, aber die Sache mit dem Turboschaden und der Umweltzone brachte mich vom Diesel ab. Ich wollte unbedingt 6 Zylinder und tendierte dann zum Coupe statt zum Kombi - also wurde es ein Mercedes CLK 320. Alternativ standen noch der Opel Calibra und das Peugeot 406 Coupe in der engeren Auswahl.

Der Saufen-CLK vor der Folierung und ein sehr aktuelles Foto

Erst 8 Monate nach dem Kauf rüstete ich den Wagen auf LPG um (siehe hier), da er doch weniger verbrauchte, als ich befürchtete (unter 10 Liter, statt über 12 Liter). Den Umbau bereue ich bis heute nicht und die Anlage hat sich längst amortisiert!
Die Polizei-Look-Folierung erfolgte dann ebenfalls im August 2013 (siehe hier), welche ich ebenfalls bis heute nicht bereue :D
Ich bin mit dem CLK überaus zufrieden! Ich habe mit dem Wagen inzwischen gut 50.000 km zurückgelegt, er fährt sich gut und ist dank LPG sehr günstig im Unterhalt. Außerdem ist er sehr zuverlässig - in den letzten rund 3,5 Jahren gab es nur einen Ausfall wegen eines 50 Euro Sensors, ansonsten nur die üblichen Verschleißteile.
Den Wagen werde ich so lange fahren wie es geht, der wird nicht frühzeitig verkauft!


Piaggio TPH 50 (04/2013 - 01/2014)
Rund zwei Jahre hatte ich kein Motorrad oder Roller, dann holte ich mir einen Piaggio TPH 50.


Was soll ich sagen? Hab den schon leicht defekt gekauft, er war dann noch defekter als gedacht, ich hab lange versucht ihn zu reparieren, hab entnervt aufgegeben und ihn mit leichten Verlust wieder verkauft. Schöner Roller, leider bin ich ihn nie richtig gefahren...


Yamaha XV 250 (2/2014 - 8/2014):
Knapp ein Jahr hielt ich es ohne Motorrad aus, dann holte ich mir wieder einen kleinen Chopper. Die Yamaha XV 250 war total super, ich habe sie auch fleißig umgestaltet (siehe auch hier), aber der Spaß hielt nicht lange an...

Meine tolle Yamaha im Ratlook

Nach gerade mal 6 Monaten wurde meine Yamaha geklaut! Sie wurde zwar wieder gefunden, war aber so ramponiert, daß es ein finanzieller Totalschaden war. Die Versicherung zahlte, so kam ich zumindest ohne finanziellen Schaden davon.
Trotzdem sehr traurig :( Das Motorrad war toll!


VW T4 VR6 (10/2014 - 12/2014):
Ich wollte einen Zweitwagen haben, irgendwas womit man campen kann. Ich schwankte zwischen Jeep Grand Cherokee und VW T4 - schließlich entschied ich mich für den T4, weil der größer und günstiger war. Eigentlich wollte ich einen Diesel, aber ich ersteigerte dann einen "günstigen" VW T4 VR6 mit LPG-Anlage.

Man beachte das geile Nummernschild!

Ich wollte den zum Camper umbauen, den optisch schön bescheuert aufmöbeln und damit dann zu verschiedenen Festivals und in den Urlaub fahren. 
Meine Veränderungen: Anderer Kühlergrill, auffällige Beschriftungen, großer Dachkorb und im Innenraum ein paar kleine Veränderungen.
Leider entpuppte sich der T4 sehr schnell als fataler Fehlkauf:
Tachostand manipuliert, Steuerkette und Getriebe defekt... Der T4 wurde mit einem Verlust von rund 4000 Euro verkauft -.- Das Ersparte von ca. 20 Monaten einfach futsch!



Pegasus Express 50 (08/2015 - 03/2016): 
Ich wollte mal wieder was zum umgestalten haben und kaufte einen Roller in einem augenscheinlich guten Zustand: Einen Pegasus Express 50 - ein Pizzaroller!

Mein Pizza-Roller vorher und nachher

Besichtigung, Probefahrt und Heimfahrt verliefen noch problemlos, aber am nächsten Tag  sprang der Roller nicht mehr an. Wieder mal wurde mir ein schwerer Defekt verschwiegen! Ich mach es kurz: in 8 Monaten hab ich es nicht geschafft den Roller vernünftig zum Laufen zu bringen - trotz der Hilfe meines Nachbars, der sich mit Rollern sehr gut auskennt und der mir tatkräftig geholfen hat.
Aus dem roten Roller sollte ein "Zombie-Hunter-Roller" werden. Ich hatte den Roller bereits matt grün lackiert und es sollte noch weitere Deko in Form von Deko-Waffen und Deko-Stacheldraht folgen... aber so weit kam es eben nicht mehr.
Ich habe den Roller als defekt und mit leichten, finanziellen Verlust verkauft.


Fazit:
Von 1998 bis heute hatte ich elf Fahrzeuge - drei Autos und acht Motorräder/Roller.
Reinfälle waren der Chinaroller, die Suzuki GS 500, der Piaggio TPH, der VW T4 und der Pizza-Roller.
Gut, aber am Ende doch mehr oder weniger ein Geldgrab, waren die Piaggio X9 und der Opel Vectra.  
Wirklich gut waren also nur die Suzuki Marauder, die Daelim Daystar, die Yamaha XV (interessanterweise alle drei Chopper) und schließlich mein aktueller Mercedes CLK.

In Zukunft:
...werde ich mir erst mal gar nichts holen! Der Saufen-CLK läuft gut und zuverlässig und ein zweites Projekt will ich mir nach den letzten, negativen Erfahrungen erst mal nicht mehr anschaffen. Aber irgendwann in ferner Zukunft kommt sicher wieder ein Roller oder ein Motorrad - das ist klar ;)