Donnerstag, 12. Oktober 2017

Mein neuer Roller: Honda Vision 50

Knapp 1,5 Jahre lang hatte ich jetzt kein Zweirad mehr, bzw. 3 Jahre lang kein Funktionsfähiges Zweirad mehr ;) Weil einige meiner letzten Roller und Motorräder ziemliche Reinfälle waren, wollte ich diesmal auf Nummer sicher gehen und mir was vernünftiges kaufen.
Das heißt zum einen ein neues Fahrzeug: Ich hab die Schnauze einfach davon voll, die Katze im Sack zu kaufen! Ich hab ein schlechtes Händchen, was Gebrauchtkäufe angeht...
Zum anderen sollte es aber auch ein gutes Modell sein: 2007 hatte ich mir einen nagelneuen Roller gekauft, aber weil das ein Chinaroller war, war der eigentlich genau so ein Reinfall wie bestimmte Gebrauchtkäufe...
Meine gesamte Fahrzeughistorie kann man DORT noch mal nachlesen.

Die Entscheidung ist also gefallen: Es soll ein neuer, vernünftiger Roller werden! Nur welcher?
Obwohl ich einen Motorradführerschein der Klasse A habe und alles fahren darf, entschied ich mich doch wieder für einen 50er Roller: Günstig in der Anschaffung, günstig im Unterhalt und für die Stadt vollkommen ausreichend.
Außerdem ist noch eine wichtige Entscheidung gefallen: Bloß nie wieder Vergaser! Mit diesen Mistdingern habe ich bei wirklich jedem Fahrzeug kleine bis gewaltige Probleme gehabt. Was habe ich daran rumgebastelt und rumgestellt... immer mit mäßigen bis gar keinen Erfolg!
Meinen letzten Roller habe ich dann einfach meinem Nachbarn gegeben, der den Vergaser dann herrichten sollte - auch ohne Erfolg!
Also sollte es ein Roller mit elektronischer Einspritzung werden... die machen einfach viel weniger Probleme! Einen Zweitakter habe ich sowieso vorher schon ausgeschlossen: Die gehen zwar gut ab, sind aber stinkende Umweltverschmutzer und das Gepansche mit dem Öl macht auch keinen Spaß.



Die Auswahl:
Drei Stück mit elektronischer Einspritzung (bei 50ern offensichtlich eher selten) standen zur Auswahl:
1. Piaggio Liberty 50 i.e. iGet 4T 3V: 
3,3 PS Leistung und 2.290 Euro teuer. Das Besondere: Dieser Roller hat 3 Ventile statt nur zwei!
2. Kymco NEWSento 50i:
3,6 PS Leistung und 2.129 Euro teuer. Der Retro-Look ist etwas besser anzusehen als die beiden anderen, allerdings ist er wegen den kleinen Rädern auch nicht so stabil und sicher unterwegs.
3. Honda Vision 50:
3,4 PS Leistung und 2.190 Euro teuer. Das Besondere: Dies ist mit nur 2,5 Litern der sparsamste 50er Roller, den es hier zu kaufen gibt!

Die Entscheidung:
Ich habe echt lange überlegt und obwohl der Kymco mir optisch am besten gefällt, habe ich mich für den Honda Roller entschieden. Ganz einfach weil er am zuverlässigsten, sichersten und sparsamsten ist. Hinzu kam ein gutes Angebot: Ich konnte einen für 1.790 Euro ergattern! Dieser hatte zwar 0 Kilometer auf dem Tacho, aber für die Zulassungsstatistik wurde der Roller bereits registriert und hatte dadurch nur noch 22 statt 24 Monate Garantie. Für 400 Euro Ersparnis nahm ich diese 2 Monate gerne in Kauf, ebenso die weiße Lackierung, die nicht gerade mein Favorit ist...
Ich habe dazu noch ein Topcase inkl. Trägerplatte und Installation für 50 Euro ausgehandelt.
Unterm Strich also einen nagelneuen Roller mit 22 Monaten Garantie und Topcase für 1.840 Euro!

Die erste Fahrt: 
Die ersten paar Meter waren natürlich erst mal etwas ungewohnt, aber der leichte Roller lässt sich mit seinen großen Rädern wirklich hervorragend fahren.
Generell läuft der Motor dank elektronischer Einspritzung und 4-Takt-Technik sehr ruhig und gleichmäßig und spricht auch sehr gut an. Eindeutig der beste 50er Roller den ich je gefahren bin!

Die ersten paar hundert Kilometer: 
Als ich das erste mal zur Arbeit fuhr, dachte ich der Roller wäre defekt... an einem ganz leichten Steigung (im Auto kaum wahrnehmbar) verlor der Roller extrem an Geschwindigkeit! Eine kurze Recherche klärte jedoch auf: Der Vision 50 ist tatsächlich etwas langsam und schon leichte Steigungen sind ein Problem für ihn. Ich bemerkte auch schnell, daß die Beschleunigung alles andere als schnell ist. Noch viel schlimmer: ich werde von absolut jedem Roller abgezogen!
Auch bei der Höchstgeschwindigkeit gibt es keinerlei Toleranz: Meine alten 50er Roller (auch der neue Chinaroller) fuhren gut 60 km/h laut Tacho. Der Vision 50 kommt auf gerade mal 48 km/h! Da so ein Tacho immer etwas mehr anzeigt, dürfte der real also nicht mal die erlaubten 45 km/h erreichen... etwas enttäuschend!
Natürlich könnte man etwas dagegen machen (z.B. das hier), aber das wäre nicht ganz legal. Und ganz ehrlich: ich hab kein Bock mehr auf Rumgebastel! Ich werde den Roller ganz normal fahren, regelmäßig zur Inspektion bringen und hoffentlich lange Freude daran haben!
Inzwischen habe ich 600 km abgespult und insgesamt bin ich sehr zufrieden! Er springt zuverlässig an, fährt vernünftig und der durchschnittliche Verbrauch liegt tatsächlich bei nur knapp 2,5 Litern auf 100 km. Sensationell!

Der Sinn des Rollers:
Eine wichtige Frage war natürlich wofür ich überhaupt einen Roller brauche... da hab ich direkt drei wichtige Begründungen: 1. Die Fahrt mit dem Roller ist viel günstiger als mit dem Auto, weil ich nur 2,3 Liter statt 7,5 Liter auf 100 km verbrauche. 2. Als Ersatzfahrzeug, falls mein Auto mal defekt ist. Und kurz nach dem Kauf hatte ich genau so einen Fall! War ich froh, daß ich dann mit dem Roller zur Arbeit konnte! 3. Es macht einfach Spaß! Es ist zwar nur ein "lahmer" 50er Roller, aber dennoch macht er Spaß, besonders in der Stadt. Bei ner gesperrten Straße mal kurz über den Gehweg schieben und keine Probleme mit irgendwelchen Parkplätzen... top!


         

Nachtrag Januar 2018:
Ich habe inzwischen fast 900 km runter... ich bin immer noch zufrieden, der Roller läuft super! Mein Auto war in der Zwischenzeit drei mal kaputt, da war ich froh, daß ich den Roller habe :D 
Daß der Roller nicht ganz so sportlich beschleunigt und nur genau 45 km/h fährt stört mich eigentlich kaum noch. Alles Gewöhnungssache! Für mich ist das immer noch der beste 50er Roller, den ich je hatte! 
Trotzdem habe ich den Roller nun wieder verkauft, da ich mir einen 125er Roller gekauft habe ^^ 
Der Bericht zum 125er folgt demnächst. 

Samstag, 5. August 2017

Android Tablet als Enterntainment-System ins Auto bauen

Ein modernes Entertainment-System ist teuer und nur für moderne/neue Autos vorgesehen... Ich denke da an Navigation, Musikstream über das Internet (Deezer, Spotify, Amazon Musik), generell Internet, Glympse, Touchbedienung, Sprachsteuerung und so weiter. Ab Werk zahlt man für so ein System schon mal mehrere Hundert bis mehrere Tausend Euro! Es gibt auch ein paar Systeme zum nachrüsten, die sind ab 200 Euro auch recht erschwinglich, aber die sind meistens nur für Doppel-DIN-Schächte gedacht - das hat mein Nissan Micra K11 jedoch nicht. Es gibt zwar auch 1-DIN-Geräte mit ausfahrbaren Monitor, aber die kosten auch wieder fast 300 Euro und passen in meinen Micra auch nicht rein, weil das Radio in einer Vertiefung steckt, so daß der Monitor keinen Platz hätte.

Die Vertiefung am Radio und der Innenraum vorher

Hier meine Lösung, wie man moderne Technik günstig in ein altes Auto bekommt:


1. Das Radio:
Ganz ohne Radio geht es leider nicht, bzw. nur schwer. Ich hab mir eh schon vor einiger Zeit ein sehr einfaches Bluetooth-Radio für 30 Euro (Neupreis!!) gekauft. Dieses Radio hat kein CD-Laufwerk mehr, sondern nur USB, SD-Karte, AUX-IN und eben Bluetooth. Aber Achtung: dieses Radio ist wirklich "billig"! Wer anständige Lautsprecher hat und insgesamt etwas mehr rausholen möchte, der sollte sich lieber ein Markenradio mit Bluetooth holen. Weil in meinem Micra aber eh alles billig und ranzig ist, reicht das billige Radio vollkommen aus ;)


2. Das Tablet:
Es gebrauchtes Mittelklassegerät ist ausreichend, ich entschied mich für ein Nexus 7 Wifi von 2012: 16 GB interner Speicher für ausreichend viel Musik (neben Streaming), 1 GB Arbeitsspeicher, 7 Zoll Display und natürlich GPS für die Navigation. Ich habe für das gebrauchte Tablet knapp 60 Euro bezahlt. Eine große Auswahl an neuen und gebrauchten Tablets gibt es zum Beispiel hier.
Für mein kleines Auto sind die 7 Zoll passend, wer mehr Platz an der Mittelkonsole hat, der kann natürlich auch ein 10 Zoll Tablet nehmen ;)


3. Die Halterung: 
An der ganzen Sache war die Wahl der Haltung echt das größte Problem! Man hat die Qual der Wahl und irgendwie ist mein Micra für die meisten Halterungen ungeeignet. Ich hab mich schließlich für eine Saugnapfhalterung entschieden, hab dazu aber noch eine Adapterplatte bestellt, daß ich das Ganze auf dem Armaturenbrett befestigen kann.


4. Die Stromversorgung:
Normal könnte man das Tablet einfach mit einem Kfz-Kabel am Zigarettenanzünder anschließen - dieser ist bei mir aber schon von der Dashcam belegt... Ich hab mir daher einen Verteiler bestellt. Wichtig: Der USB-Port sollte mindestens 2 A haben, damit das Tablet ordentlich laden kann! Die meisten USB-Steckdosen aus dem Zubehör haben nur 1 oder gar nur 0,5 A - das reicht nicht!
Man könnte die ganzen Kabel natürlich auch schön hinter der Mittelkonsole verstecken, aber ich habe das offen gelassen, damit man an dem Verteiler auch noch andere Handys zum aufladen anschließen kann:

Stromkabel-Chaos!


5. Die Hardware-Installation:
Im Internet gibts einige Anleitungen, wie man ein 7 Zoll Tablet professionell in einen 2-DIN-Schacht einbaut... das gibts bei mir natürlich nicht :D Viel einfacher und billiger: Die Adapterplatte für die Saugnapfhalterung wird an geeigneter Stelle am Armaturenbrett festgeklebt, die Saugnapfhalterung darauf befestigt und das Tablet eingeklemmt. Dann wird noch das Stromkabel einigermaßen verlegt, der Stromverteiler eingestöpselt und das wars auch schon! Easy!

Sieht fast aus wie bei einem aktuellen Mercedes... nur mit modernerer Technik ;)


6. Die Software-Einrichtung:
Als erstes brauchen wir Internet: Dafür aktivieren wir auf dem Handy den "mobilen Hotspot" (auch Tethering genannt) und suchen diesen mit dem Tablet. In den WLAN-Einstellungen stellen wir das Tablet so ein, daß es sich zukünftig automatisch mit Handy verbindet.
Dann wird noch das Tablet per Bluetooth mit dem Radio verbunden (Pairing, siehe Anleitung des Radios). Die Musik und die Sprachausgabe läuft jetzt über die Lautsprecher des Autos.
Eine sehr nützliche App ist "Screen On": sobald man den Wagen startet und das Tablet Strom bekommt, geht das Display automatisch an und bleibt auch an, bis man die Zündung wieder ausstellt.
Jetzt noch die Apps installieren, die man braucht: In meinem Fall Deezer für die Musik und Google Maps für die Navigation.
Ich habe dann noch die "OK Google" aktiviert - so reagiert das Tablet auf Zuruf, was während der Fahrt echt vorteilhaft ist, zum Beispiel "OK Google, navigiere mich nach Hause" oder "OK Google, öffne Deezer und spiele meine Lieblingsmusik".


7. Die Gesamtkosten:
Das gebrauchte Tablet kostete 60 Euro, der Stromverteiler 15 Euro und die Halterung mit Klebeplatte 16 Euro - macht zusammen 91 Euro! Wer noch kein Bluetooth fähiges Autoradio hat, der legt noch mal 30 Euro drauf und ist dann bei 121 Euro. Billiger geht es echt nicht! Wer sich ein neueres Tablet aussucht und dazu ein Markenradio nimmt, kommt mit etwa 200 bis 250 Euro aus.




Fazit:
Es ist einfach und günstig ein 7 Zoll Tablet fest in sein Auto zu integrieren. Praktisch für alle, die keinen Platz für ein 2-DIN-Radio haben oder keinen riesen Haufen Geld für ein halbwegs modernes Entertainment-System ausgeben wollen.
Mein Beispiel ist wirklich die einfachste Methode (für faule und ungeschickte Leute wie mich), man kann auch bessere Technik nehmen und diese schöner ins Auto integrieren.

Mittwoch, 7. Juni 2017

Rostigen Seitenschweller am Micra K11 behandeln

Das Wichtigste vorab: Das hier ist keine "professionelle Anleitung um Rost zu entfernen"! Das hier ist meine stümperhafte Vorgehensweise um die Rostblüte zu verlangsamen und zu verstecken ;)

Wie so viele alte Autos hat auch mein Micra K11 ein kleines Rostproblem - aber zum Glück nur ein kleines! Mein Micra hat verhältnismäßig wenig Rost.
Der einzige, nennenswerte Rost ist am Seitenschweller auf der Beifahrerseite und dort wurde auch schon mal ein Blech eingeschweißt, weil der Rost schon mal vor einigen Jahren beim TÜV bemängelt wurde:

 Links der akute Rost, rechts das eingeschweißte Blech

Zur Behandlung brauche ich:
- Drahtbürste
- Bremsenreiniger
- Rostumwandler
- Rostblocker

Als erstes habe ich die betroffene Stelle mit einer groben Drahtbürste (Stahl) ordentlich abgeschrubbt, daß sich loser Rost, Lack und andere Materialien lösen. Anschließend habe ich die Stelle mit Bremsenreiniger gereinigt:


Danach wird die Stelle dick mit Rostumwandler eingepinselt - besonders in das rostige Loch hinein:


Nach 15 Minuten sollte der Rost umgewandelt sein und sieht dann schwarz aus:


Nach drei Stunden ist der Rostumwandler überstreichbar. Ich habe mich für den Rostblocker von Hammerite entschieden und diesen wirklich dick aufgetragen, daß die rostigen Löcher möglichst aufgefüllt werden:


Der Rost ist somit vorerst gestoppt und das Metall ist vor Feuchtigkeit oder Salz geschützt - zumindest von außen und so weit der Pinsel in die Löcher hinein kam. Wie lange dieser Schutz hält, wird die Zeit zeigen... Aber trotzdem: Irgendwann früher oder später muß das professionell geschweißt werden, daran führt kein Weg vorbei, ich habe das nur ein wenig verzögert.

Samstag, 27. Mai 2017

Nissan Micra K11 mit Tafellack

Ich fahre nicht gerne mit "normalen" Autos herum, daher wurde der Micra jetzt schleunigst umgestaltet :D Eigentlich wollte ich wieder irgendwas mit einer "Saufen-Folierung" machen, aber ich habe mich dann doch für eine komplette Lackierung mit Tafellack entschieden.

Verwendete Materialien:
Kreppband (5,50 Euro)
Terpentinersatz (4 Euro)
180er Schmirgelpapier (7,49 Euro)
2x 750 ml schwarzer Tafellack (21 Euro)
1 Dose matt grüne Farbe (22,50 Euro)
Rollen-Set (8,85 Euro)
Zusammen knapp 70 Euro, lässt man die grüne Akzentfarbe weg, kommt man auf knapp 47 Euro. Ich hatte bis auf den Tafellack noch alle Materialien von alten Projekten übrig, also habe ich quasi nur 21 Euro für den Tafellack bezahlt und selbst davon ist noch ein guter halber Liter übrig geblieben.

Vorarbeit:
Als erstes wird der Wagen grob sauber gemacht, dann mit dem Schmirgelpapier gründlich angeschleift und anschließend mit Terpentinersatz gründlich von Staub und Fett befreit.
Schließlich werden die nicht zu lackierenden Flächen mit Kreppband abgeklebt.

Komplett geschliffen, bereits mit grünen Akzenten

Die Lackierung:
Mit der Lackrolle trägt man den Lack möglichst gleichmäßig auf... das hat meine Freundin gemacht (das Abkleben ebenso), weil die dafür einfach ein besseres Händchen hat. Ich bin für so was viel zu grobmotorisch und zu ungeduldig :D

Der erste Lackiervorgang

Die erste Lackschicht lässt man dann etwas antrocknen (ist man hinten fertig geworden, ist der Lack vorne bereits trocken) und macht direkt mit der zweiten Lackschicht weiter. 

Das Ergebnis sieht dann so aus:



Für das Schleifen, Abkleben und die zwei Lackiervorgänge haben wir rund 7 Stunden gebraucht. 
Wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden und es ging sogar schneller als wir befürchtet haben. 

Natürlich ist der Micra noch lange nicht fertig... ich halte Euch auf dem Laufenden! 

Montag, 22. Mai 2017

Der Saufen-CLK steht zum Verkauf!!

Es ist nun so weit: Der "Saufen-CLK" steht zum Verkauf! 

Wie ich schon im vorherigen Blogeintrag kurz schrieb, wollte ich langsam mal was Neues, was Kleineres und was Günstigeres.

Ich habe mich entschieden den "Saufen-CLK" bei eBay als Auktion anzubieten und zwar ab einen Euro und ohne Mindestpreis! Ganz einfach, weil ich den Wert überhaupt nicht einschätzen kann!
Die Auktion läuft ab heute, bis zum 1. Juni 2017.
Sämtliche Details zum Wagen sind in der Artikelbeschreibung bei eBay zu finden:


Nachtrag:
Der Saufen-CLK wurde für 2711 Euro verkauft - ich bin damit ganz zufrieden. Der neue Besitzer hat die Polizei-Look-Folie, sowie jede andere Deko entfernt, der Saufen-CLK ist somit Geschichte :(

Dienstag, 16. Mai 2017

Mein neues Projekt: Nissan Micra K11

Ich habe ein neues Auto: Einen Nissan Micra von 1993 mit stolzen 54 PS und mit Automatik! 

Meinen geliebten "Saufen-CLK" werde ich die Tage zum Verkauf anbieten, weil mir (kurz gesagt) die Wartungs- und Instandhaltungskosten langsam zu viel werden und ich eh was kleineres/günstigeres haben wollte. Weitere Infos zum Verkauf gibt es dann die Tage noch mal!

Nun zum neuen Micra... das ist das gute Stück:



Es handelt sich hier um die zweite Baureihe des Nissan Micra ("K11"). Meiner hat den 1 Liter Motor mir vier Zylindern, 16 Ventilen, 54 PS und eine stufenlose CVT-Automatik. Auf den Luxus Automatik möchte ich nur noch ungern verzichten!

Wo wir beim Thema Luxus wären... 
Luxus hat der Micra wenig, besonders im Gegensatz zu meinem alten Mercedes CLK. Ich wurde schon gefragt, ob ich mit dieser "Verschlechterung" überhaupt klar kommen würde.
Ja, ich komme damit sehr gut zurecht! Ich bin ja nicht ungewollt auf einen alten, billigen Kleinwagen umgestiegen, ich wollte das wirklich so! Ja, ganz wirklich :D
Die Vorteile gegenüber des CLK: Ein sehr kompaktes und übersichtliches Auto, die Instandhaltung ist wesentlich günstiger, der Wertverlust ist wesentlich geringer und Schrammen und Beulen tun nicht so weh.

Der Innenraum

Bei den laufenden Kosten (Versicherung, Steuern, Treibstoff) ist der 54 PS Micra tatsächlich nur einen Euro pro Monat günstiger als der 218 PS Benz! Ohne Witz! Das liegt aber auch nur daran, daß der Benz mit LPG fährt, was einfach unschlagbar günstig ist! Aber wie schon geschrieben: Bei der Instandhaltung und dem Wertverlust ist der Micra dann doch wesentlich günstiger.

Der aktuelle Zustand:
Der Micra hat aktuell ca. 103.000 km runter und das ist so weit auch nachweisbar. Optisch hat er einige Kratzer und Beulen, hier und da Rost, ein Seitenschweller wurde schon mal geschweißt und innen hat er auch schon einige Gebrauchsspuren wie abgegriffene Schalter, kleinere Defekte und Brandlöcher.
Der Motor war mit Öl verschmiert, aber das wurde bereits mit einer Motorwäsche entfernt und jetzt warte ich ab, ob neues Öl nach kommt - laut des Vorbesitzers soll der Motor jedoch kein Öl verlieren oder verbrauchen... naja, ich bin gespannt!
Wegen des Öls ist der Keilrippenriemen porös geworden und muß getauscht werden - das wird jetzt von einer Werkstatt erledigt und sollte rund 50 Euro kosten.
Unterm Strich scheint der Wagen in einem recht guten Zustand zu sein - denke/hoffe ich zumindest...
Wenn er bis zum nächsten TÜV (genau in einem Jahr) durchhält, dann reicht mir das schon - laut des Vorbesitzers sollte der nächste TÜV kein Problem sein... wäre schön, aber auch mal abwarten!

Neben dem Motor hatte auch der Tankdeckel eine Reinigung bitter nötig

Das Fahrgefühl:
In der Stadt ist das Leichtgewicht (knapp 800 Kilo) erstaunlich flott unterwegs und das trotz der Automatik. Aber auf der Autobahn merkt man dann doch die mageren 54 PS... aber das macht mir gar nichts aus! Mit meinem 218 PS Benz war ich auch nie besonders schnell unterwegs, eigentlich war der für mich quasi übermotorisiert. Ich fahre jetzt ganz entspannt auf der rechten Spur mit maximal 120 km/h. Es wären laut Papiere zwar 150 km/h möglich, aber ab 130 km/h wird es dann doch bissl unangenehm... Egal! Auf der rechten Spur ist es sehr stressfrei :D
Die Straßenlage ist natürlich schlechter als beim Benz: Kleinere Räder, kürzerer Radstand, weniger Gewicht... das merkt man deutlich! Aber bei niedrigeren Geschwindigkeiten stört das auch nicht.
Anders ist das mit dem Sicherheitsgefühl, denn im Micra fühlt man sich schon ein wenig wie in einer Todesfalle: Kaum Knautschzonen, keine Airbags, generell alte Sicherheitstechnik und nicht mal ABS, geschweige denn ESP! Da fährt man noch vorsichtiger als ohnehin schon ;)

Pläne für die Zukunft:
Im Oktober 2017 bräuchte ich neue Reifen und dafür würde ich den TÜV vorziehen, welcher eigentlich erst im Mai 2018 fällig wäre:
Besteht er den TÜV, investiere ich in gute Ganzjahresreifen (plus evtl. neue Felgen), besteht er den TÜV nicht, würde ich nur irgendwelche billigen (gebrauchte?) Winterreifen holen und den Wagen dann bis Mai 2018 fahren und ihn dann wieder abstoßen.
Aber eigentlich spricht tatsächlich nichts gegen neuen TÜV und dann würde ich den Wagen bis Oktober 2019 fahren!
Jetzt wird erst mal in Kleinigkeiten investiert (Keilrippenriemen, Luftfilter, Ölwechsel, Autoradio) und dann wird der Micra natürlich optisch verändert! Mich kotzt es grad doch ein wenig an, in einem völlig normalen Auto rumfahren zu müssen ;) Was ich aus dem Micra mache, das weiß ich allerdings noch nicht ganz genau... evtl. wieder was mit "Saufen", oder mit "Saufkommando" und ich gehe mehr in Richtung "Rat-Look". Natürlich werde ich dann wieder regelmäßig hier und auf meiner Facebook-Seite darüber berichten.


...auch schon bestellt, daß ich einige Dinge auch mal alleine hinbekomme...

Fazit:

Ich bin natürlich ein bisschen traurig, daß ich den "Saufen-CLK" jetzt abgebe, aber ich mag auch den Micra und ich freue mich auf das anstehende Projekt - endlich mal wieder was zu tun!
Ich hoffe, daß der Micra die nächsten 2,5 Jahre mein treuer Begleiter sein wird, möglichst ohne Pannen und Defekte...

Samstag, 6. Mai 2017

Smarter Stecker "TankTaler": Super Sache! ...ähm, doch nicht! Alternativen?

TankTaler ist ein Stecker, den man in die OBD2-Buchse seines Autos steckt und dann erhält man Informationen seines Autos direkt aufs Handy! Es ist also ein Stecker, der ein  normales Auto zu einem "smarten Auto" macht. Das tolle bei TankTaler ist war: Es ist war völlig kostenlos und es gibt auf alle einige Tankstellen Cashback! Man bezahlt diesen Service quasi mit seinen Daten - diese werden gesammelt und für Werbezwecke an TankTaler geschickt - etwa wie bei Payback.

Tja, aber es war mal kostenlos und man bekommt nicht mehr bei allen Tankstellen Cashback...
Alternativen zu TankTaler stelle ich am Ende dieses Textes vor.

Ich erzähle mal von Anfang an:
Es ist erst eine Woche her, da wurde ich zufällig auf TankTaler aufmerksam gemacht: Es gibt nen kostenlosen Stecker, der eine kostenlose SIM-Karte hat, mit dem die Daten auf das Handy übertragen werden und außerdem bekommt man fürs Tanken Cashback! Super Sache! Hab ich mir sofort bestellt...

Nach einigen Tagen hatte ich den Stecker, hab den in den Wagen gesteckt, die App auf dem Handy installiert und das Ganze eingerichtet - ging schnell und einfach!

Jetzt kann ich auf meinem Handy sehen, wo sich mein Auto gerade befindet (auch interessant bei Diebstahl des Wagens!), bzw. wo ich es abgestellt habe und der Zustand der Autobatterie wird auch angezeigt:


Der Kilometerstand ist allerdings nur geschätzt! Viele Autos können den aktuellen Kilometerstand übertragen, meins leider nicht. Man gibt den Kilometerstand ein mal manuell ein und dann wird die per GPS ermittelte Distanz jeweils addiert. Nach einer Woche gibt es da bereits ein Differenz von 2 Kilometern.

Aufzeichnung einer Strecke (bei Kilometer 5 fuhr ich 82 km/h und war 7 Minuten unterwegs)

Tankkapazität in Litern und die jeweiligen Tankstopps muß man auch manuell eingeben - damit wird der Verbrauch berechnet:


Außerdem werden die gefahrenen Strecken genau erfasst und so erhält man schöne Statistiken.

Nun zum Cashback:
Hat man getankt, gibt man das in der App ein: Wie viele Liter man getankt hat und ob der Tank nun wieder ganz voll ist (das ist wichtig für die Berechnung des Verbrauches). Das hat beim ersten mal super geklappt und mir wurden 310 Punkte für das Tanken gutgeschrieben.
Dann erhielt ich eine Mail: Ab sofort kostet TankTaler 39 Euro pro Jahr! Außerdem gibt es die Punkte nicht mehr für alle Tankstellen, sondern nur noch für bestimmte Tankstellen.
Weil ich so ein treuer Kunde bin (fast eine Woche), kann ich TankTaler bis zum Ende des Jahres noch kostenlos nutzen.
Gestern war ich dann zum zweiten mal tanken und natürlich habe ich keine Punkte bekommen -.-

Mehr Punkte werden es wohl auch nicht... 

Zusammengefasst:
Es gibt kein Cashback, dafür kostet der Stecker 39 Euro pro Jahr! Gut, jetzt könnte man natürlich sagen, daß der Stecker ja noch mehr als nur Cashback zu bieten hat... aber dafür gibt es eben günstigere Lösungen, die zudem einen größeren Funktionsumfang haben (TankTaler kann zum Beispiel keine Fehler auslesen oder Fahrzeugdaten wie Öltemperatur usw. anzeigen)...

Alternativen:
Einige Autohersteller bieten solche Stecker kostenlos an, wie zum Beispiel Mercedes mit dem "me Adapter" - leider nicht für meinen CLK, obwohl dieser eine passende OBD2-Buchse hat :(
Ein wirklich professionelles Gerät (das auch ein vom Finanzamt akzeptiertes Fahrtenbuch hat) ist dieser Stecker von Fleetize, der aber unterm Strich teurer als TankTaler ist (199 Euro Kaufpreis plus 95 Euro pro Jahr) - dafür werden aber auch keine Daten zu Werbezwecke gesammelt.
Wesentlich günstiger und eher für den privaten Gebrauch gedacht: Der Pace Stecker für 119 Euro ohne weitere Gebühren.
Am günstigsten geht die einfache Diagnose mit einem einfachen OBD2-Stecker ab 12 Euro (ich berichtete bereits hier) und einer entsprechenden App fürs Handy. Diese Stecker können die Daten allerdings nur per Bluetooth oder WLAN übertragen, weswegen man mit dem Handy in Reichweite sein muß - bei einem Diebstahl nützen diese Stecker also nichts.


Fazit: 
Wäre TankTaler weiterhin kostenlos, wäre er ein super Stecker um sein Auto smart zu machen und Geld beim Tanken zu sparen. Leider kostet er jetzt 39 Euro im Jahr, was angesichts des mageren Funktionsumfanges viel zu teuer ist!
Erkundigt Euch, ob Euer Autohersteller solche Stecker kostenlos anbietet oder holt Euch den Pace-Stecker!


Nachtrag - großer Ärger:
Der TankTaler hat bei meinem Mercedes CLK nun ordentlichen Ärger gemacht:
Ich fuhr gemütlich durch die Gegend, da blinkte plötzlich alles auf, Servo und Bremskraftverstärker fielen aus, der Motor ruckelte stark und schließlich ging der Motor aus und ließ sich kaum noch starten! Das passierte mir auf dem Weg zur Arbeit zwei mal, eine Weiterfahrt war unmöglich! Gerade so schaffte ich es noch in die Werkstatt... Die lasen erst mal den Fehlerspeicher aus - dafür musste natürlich der TankTaler-Stecker gezogen werden, um das Diagnosegerät anzuschließen.
Und große Überraschung: Kein Fehler gefunden und das Auto fuhr ganz normal ohne Probleme! Als wäre nichts gewesen!
Vermutlich hat sich der TankTaler gelockert und so Störungen im Steuergerät verursacht.
Ich habe den Stecker seit dem nicht mehr eingesteckt und seit dem auch keine Probleme mehr gehabt.

Samstag, 14. Januar 2017

Tipp: Schutzhüllen für Autoschlüssel

Seit knapp 4 Monaten hab ich hier nichts mehr geschrieben... Wird mal wieder Zeit! Viel Neues gibt es aber nicht zu berichten: Ich habe kein neues Auto, kein neues Zweirad und an meinem Saufen-CLK ist immer noch alles wie zuvor. Die einzige, kleine Veränderung betrifft den Autoschlüssel: Der hat nun eine blaue Silikonhülle!

Für meinen alten Mercedes 3-Tasten-Schlüssel gab es bis vor kurzem überhaupt keine Hüllen (oder ich habe sie nicht entdeckt), was sich aber nun geändert hat!

In meinem letzten Blogeintrag hab ich noch davon berichtet, daß ich meinen Schlüssel mit einem Toyota-Emblem verziert habe (hier nach zu lesen) - leider ist der Aufkleber nach wenigen Tagen abgefallen. Also musste was Neues her!


 Meine Hülle hat 7,49 Euro gekostet - gibt es HIER

Ich finde die Hülle sieht nicht nur nett aus, sie schützt auch den Schlüssel vor Beschädigungen. Moderne Schlüssel enthalten viel Technik, die bei einem Sturz kaputt gehen könnte. Wie beim Handy bietet eine Hülle hier etwas mehr Schutz. 

Mit der Hülle bin ich bis jetzt sehr zufrieden: Sie sieht gut aus, ist gut verarbeitet und die Passform ist sehr genau.  



Das Ganze geht auch etwas edler: Für meinen CLK gibt es zum Beispiel noch diese Lederhülle und auch für andere Modelle gibt es eine große Auswahl an Lederhüllen