Samstag, 27. Mai 2017

Nissan Micra K11 mit Tafellack

Ich fahre nicht gerne mit "normalen" Autos herum, daher wurde der Micra jetzt schleunigst umgestaltet :D Eigentlich wollte ich wieder irgendwas mit einer "Saufen-Folierung" machen, aber ich habe mich dann doch für eine komplette Lackierung mit Tafellack entschieden.

Verwendete Materialien:
Kreppband (5,50 Euro)
Terpentinersatz (4 Euro)
180er Schmirgelpapier (7,49 Euro)
2x 750 ml schwarzer Tafellack (21 Euro)
1 Dose matt grüne Farbe (22,50 Euro)
Rollen-Set (8,85 Euro)
Zusammen knapp 70 Euro, lässt man die grüne Akzentfarbe weg, kommt man auf knapp 47 Euro. Ich hatte bis auf den Tafellack noch alle Materialien von alten Projekten übrig, also habe ich quasi nur 21 Euro für den Tafellack bezahlt und selbst davon ist noch ein guter halber Liter übrig geblieben.

Vorarbeit:
Als erstes wird der Wagen grob sauber gemacht, dann mit dem Schmirgelpapier gründlich angeschleift und anschließend mit Terpentinersatz gründlich von Staub und Fett befreit.
Schließlich werden die nicht zu lackierenden Flächen mit Kreppband abgeklebt.

Komplett geschliffen, bereits mit grünen Akzenten

Die Lackierung:
Mit der Lackrolle trägt man den Lack möglichst gleichmäßig auf... das hat meine Freundin gemacht (das Abkleben ebenso), weil die dafür einfach ein besseres Händchen hat. Ich bin für so was viel zu grobmotorisch und zu ungeduldig :D

Der erste Lackiervorgang

Die erste Lackschicht lässt man dann etwas antrocknen (ist man hinten fertig geworden, ist der Lack vorne bereits trocken) und macht direkt mit der zweiten Lackschicht weiter. 

Das Ergebnis sieht dann so aus:



Für das Schleifen, Abkleben und die zwei Lackiervorgänge haben wir rund 7 Stunden gebraucht. 
Wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden und es ging sogar schneller als wir befürchtet haben. 

Natürlich ist der Micra noch lange nicht fertig... ich halte Euch auf dem Laufenden! 

Montag, 22. Mai 2017

Der Saufen-CLK steht zum Verkauf!!

Es ist nun so weit: Der "Saufen-CLK" steht zum Verkauf! 

Wie ich schon im vorherigen Blogeintrag kurz schrieb, wollte ich langsam mal was Neues, was Kleineres und was Günstigeres.

Ich habe mich entschieden den "Saufen-CLK" bei eBay als Auktion anzubieten und zwar ab einen Euro und ohne Mindestpreis! Ganz einfach, weil ich den Wert überhaupt nicht einschätzen kann!
Die Auktion läuft ab heute, bis zum 1. Juni 2017.
Sämtliche Details zum Wagen sind in der Artikelbeschreibung bei eBay zu finden:


Nachtrag:
Der Saufen-CLK wurde für 2711 Euro verkauft - ich bin damit ganz zufrieden. Der neue Besitzer hat die Polizei-Look-Folie, sowie jede andere Deko entfernt, der Saufen-CLK ist somit Geschichte :(

Dienstag, 16. Mai 2017

Mein neues Projekt: Nissan Micra K11

Ich habe ein neues Auto: Einen Nissan Micra von 1993 mit stolzen 54 PS und mit Automatik! 

Meinen geliebten "Saufen-CLK" werde ich die Tage zum Verkauf anbieten, weil mir (kurz gesagt) die Wartungs- und Instandhaltungskosten langsam zu viel werden und ich eh was kleineres/günstigeres haben wollte. Weitere Infos zum Verkauf gibt es dann die Tage noch mal!

Nun zum neuen Micra... das ist das gute Stück:



Es handelt sich hier um die zweite Baureihe des Nissan Micra ("K11"). Meiner hat den 1 Liter Motor mir vier Zylindern, 16 Ventilen, 54 PS und eine stufenlose CVT-Automatik. Auf den Luxus Automatik möchte ich nur noch ungern verzichten!

Wo wir beim Thema Luxus wären... 
Luxus hat der Micra wenig, besonders im Gegensatz zu meinem alten Mercedes CLK. Ich wurde schon gefragt, ob ich mit dieser "Verschlechterung" überhaupt klar kommen würde.
Ja, ich komme damit sehr gut zurecht! Ich bin ja nicht ungewollt auf einen alten, billigen Kleinwagen umgestiegen, ich wollte das wirklich so! Ja, ganz wirklich :D
Die Vorteile gegenüber des CLK: Ein sehr kompaktes und übersichtliches Auto, die Instandhaltung ist wesentlich günstiger, der Wertverlust ist wesentlich geringer und Schrammen und Beulen tun nicht so weh.

Der Innenraum

Bei den laufenden Kosten (Versicherung, Steuern, Treibstoff) ist der 54 PS Micra tatsächlich nur einen Euro pro Monat günstiger als der 218 PS Benz! Ohne Witz! Das liegt aber auch nur daran, daß der Benz mit LPG fährt, was einfach unschlagbar günstig ist! Aber wie schon geschrieben: Bei der Instandhaltung und dem Wertverlust ist der Micra dann doch wesentlich günstiger.

Der aktuelle Zustand:
Der Micra hat aktuell ca. 103.000 km runter und das ist so weit auch nachweisbar. Optisch hat er einige Kratzer und Beulen, hier und da Rost, ein Seitenschweller wurde schon mal geschweißt und innen hat er auch schon einige Gebrauchsspuren wie abgegriffene Schalter, kleinere Defekte und Brandlöcher.
Der Motor war mit Öl verschmiert, aber das wurde bereits mit einer Motorwäsche entfernt und jetzt warte ich ab, ob neues Öl nach kommt - laut des Vorbesitzers soll der Motor jedoch kein Öl verlieren oder verbrauchen... naja, ich bin gespannt!
Wegen des Öls ist der Keilrippenriemen porös geworden und muß getauscht werden - das wird jetzt von einer Werkstatt erledigt und sollte rund 50 Euro kosten.
Unterm Strich scheint der Wagen in einem recht guten Zustand zu sein - denke/hoffe ich zumindest...
Wenn er bis zum nächsten TÜV (genau in einem Jahr) durchhält, dann reicht mir das schon - laut des Vorbesitzers sollte der nächste TÜV kein Problem sein... wäre schön, aber auch mal abwarten!

Neben dem Motor hatte auch der Tankdeckel eine Reinigung bitter nötig

Das Fahrgefühl:
In der Stadt ist das Leichtgewicht (knapp 800 Kilo) erstaunlich flott unterwegs und das trotz der Automatik. Aber auf der Autobahn merkt man dann doch die mageren 54 PS... aber das macht mir gar nichts aus! Mit meinem 218 PS Benz war ich auch nie besonders schnell unterwegs, eigentlich war der für mich quasi übermotorisiert. Ich fahre jetzt ganz entspannt auf der rechten Spur mit maximal 120 km/h. Es wären laut Papiere zwar 150 km/h möglich, aber ab 130 km/h wird es dann doch bissl unangenehm... Egal! Auf der rechten Spur ist es sehr stressfrei :D
Die Straßenlage ist natürlich schlechter als beim Benz: Kleinere Räder, kürzerer Radstand, weniger Gewicht... das merkt man deutlich! Aber bei niedrigeren Geschwindigkeiten stört das auch nicht.
Anders ist das mit dem Sicherheitsgefühl, denn im Micra fühlt man sich schon ein wenig wie in einer Todesfalle: Kaum Knautschzonen, keine Airbags, generell alte Sicherheitstechnik und nicht mal ABS, geschweige denn ESP! Da fährt man noch vorsichtiger als ohnehin schon ;)

Pläne für die Zukunft:
Im Oktober 2017 bräuchte ich neue Reifen und dafür würde ich den TÜV vorziehen, welcher eigentlich erst im Mai 2018 fällig wäre:
Besteht er den TÜV, investiere ich in gute Ganzjahresreifen (plus evtl. neue Felgen), besteht er den TÜV nicht, würde ich nur irgendwelche billigen (gebrauchte?) Winterreifen holen und den Wagen dann bis Mai 2018 fahren und ihn dann wieder abstoßen.
Aber eigentlich spricht tatsächlich nichts gegen neuen TÜV und dann würde ich den Wagen bis Oktober 2019 fahren!
Jetzt wird erst mal in Kleinigkeiten investiert (Keilrippenriemen, Luftfilter, Ölwechsel, Autoradio) und dann wird der Micra natürlich optisch verändert! Mich kotzt es grad doch ein wenig an, in einem völlig normalen Auto rumfahren zu müssen ;) Was ich aus dem Micra mache, das weiß ich allerdings noch nicht ganz genau... evtl. wieder was mit "Saufen", oder mit "Saufkommando" und ich gehe mehr in Richtung "Rat-Look". Natürlich werde ich dann wieder regelmäßig hier und auf meiner Facebook-Seite darüber berichten.


...auch schon bestellt, daß ich einige Dinge auch mal alleine hinbekomme...

Fazit:

Ich bin natürlich ein bisschen traurig, daß ich den "Saufen-CLK" jetzt abgebe, aber ich mag auch den Micra und ich freue mich auf das anstehende Projekt - endlich mal wieder was zu tun!
Ich hoffe, daß der Micra die nächsten 2,5 Jahre mein treuer Begleiter sein wird, möglichst ohne Pannen und Defekte...

Samstag, 6. Mai 2017

Smarter Stecker "TankTaler": Super Sache! ...ähm, doch nicht! Alternativen?

TankTaler ist ein Stecker, den man in die OBD2-Buchse seines Autos steckt und dann erhält man Informationen seines Autos direkt aufs Handy! Es ist also ein Stecker, der ein  normales Auto zu einem "smarten Auto" macht. Das tolle bei TankTaler ist war: Es ist war völlig kostenlos und es gibt auf alle einige Tankstellen Cashback! Man bezahlt diesen Service quasi mit seinen Daten - diese werden gesammelt und für Werbezwecke an TankTaler geschickt - etwa wie bei Payback.

Tja, aber es war mal kostenlos und man bekommt nicht mehr bei allen Tankstellen Cashback...
Alternativen zu TankTaler stelle ich am Ende dieses Textes vor.

Ich erzähle mal von Anfang an:
Es ist erst eine Woche her, da wurde ich zufällig auf TankTaler aufmerksam gemacht: Es gibt nen kostenlosen Stecker, der eine kostenlose SIM-Karte hat, mit dem die Daten auf das Handy übertragen werden und außerdem bekommt man fürs Tanken Cashback! Super Sache! Hab ich mir sofort bestellt...

Nach einigen Tagen hatte ich den Stecker, hab den in den Wagen gesteckt, die App auf dem Handy installiert und das Ganze eingerichtet - ging schnell und einfach!

Jetzt kann ich auf meinem Handy sehen, wo sich mein Auto gerade befindet (auch interessant bei Diebstahl des Wagens!), bzw. wo ich es abgestellt habe und der Zustand der Autobatterie wird auch angezeigt:


Der Kilometerstand ist allerdings nur geschätzt! Viele Autos können den aktuellen Kilometerstand übertragen, meins leider nicht. Man gibt den Kilometerstand ein mal manuell ein und dann wird die per GPS ermittelte Distanz jeweils addiert. Nach einer Woche gibt es da bereits ein Differenz von 2 Kilometern.

Aufzeichnung einer Strecke (bei Kilometer 5 fuhr ich 82 km/h und war 7 Minuten unterwegs)

Tankkapazität in Litern und die jeweiligen Tankstopps muß man auch manuell eingeben - damit wird der Verbrauch berechnet:


Außerdem werden die gefahrenen Strecken genau erfasst und so erhält man schöne Statistiken.

Nun zum Cashback:
Hat man getankt, gibt man das in der App ein: Wie viele Liter man getankt hat und ob der Tank nun wieder ganz voll ist (das ist wichtig für die Berechnung des Verbrauches). Das hat beim ersten mal super geklappt und mir wurden 310 Punkte für das Tanken gutgeschrieben.
Dann erhielt ich eine Mail: Ab sofort kostet TankTaler 39 Euro pro Jahr! Außerdem gibt es die Punkte nicht mehr für alle Tankstellen, sondern nur noch für bestimmte Tankstellen.
Weil ich so ein treuer Kunde bin (fast eine Woche), kann ich TankTaler bis zum Ende des Jahres noch kostenlos nutzen.
Gestern war ich dann zum zweiten mal tanken und natürlich habe ich keine Punkte bekommen -.-

Mehr Punkte werden es wohl auch nicht... 

Zusammengefasst:
Es gibt kein Cashback, dafür kostet der Stecker 39 Euro pro Jahr! Gut, jetzt könnte man natürlich sagen, daß der Stecker ja noch mehr als nur Cashback zu bieten hat... aber dafür gibt es eben günstigere Lösungen, die zudem einen größeren Funktionsumfang haben (TankTaler kann zum Beispiel keine Fehler auslesen oder Fahrzeugdaten wie Öltemperatur usw. anzeigen)...

Alternativen:
Einige Autohersteller bieten solche Stecker kostenlos an, wie zum Beispiel Mercedes mit dem "me Adapter" - leider nicht für meinen CLK, obwohl dieser eine passende OBD2-Buchse hat :(
Ein wirklich professionelles Gerät (das auch ein vom Finanzamt akzeptiertes Fahrtenbuch hat) ist dieser Stecker von Fleetize, der aber unterm Strich teurer als TankTaler ist (199 Euro Kaufpreis plus 95 Euro pro Jahr) - dafür werden aber auch keine Daten zu Werbezwecke gesammelt.
Wesentlich günstiger und eher für den privaten Gebrauch gedacht: Der Pace Stecker für 119 Euro ohne weitere Gebühren.
Am günstigsten geht die einfache Diagnose mit einem einfachen OBD2-Stecker ab 12 Euro (ich berichtete bereits hier) und einer entsprechenden App fürs Handy. Diese Stecker können die Daten allerdings nur per Bluetooth oder WLAN übertragen, weswegen man mit dem Handy in Reichweite sein muß - bei einem Diebstahl nützen diese Stecker also nichts.


Fazit: 
Wäre TankTaler weiterhin kostenlos, wäre er ein super Stecker um sein Auto smart zu machen und Geld beim Tanken zu sparen. Leider kostet er jetzt 39 Euro im Jahr, was angesichts des mageren Funktionsumfanges viel zu teuer ist!
Erkundigt Euch, ob Euer Autohersteller solche Stecker kostenlos anbietet oder holt Euch den Pace-Stecker!


Nachtrag - großer Ärger:
Der TankTaler hat bei meinem Mercedes CLK nun ordentlichen Ärger gemacht:
Ich fuhr gemütlich durch die Gegend, da blinkte plötzlich alles auf, Servo und Bremskraftverstärker fielen aus, der Motor ruckelte stark und schließlich ging der Motor aus und ließ sich kaum noch starten! Das passierte mir auf dem Weg zur Arbeit zwei mal, eine Weiterfahrt war unmöglich! Gerade so schaffte ich es noch in die Werkstatt... Die lasen erst mal den Fehlerspeicher aus - dafür musste natürlich der TankTaler-Stecker gezogen werden, um das Diagnosegerät anzuschließen.
Und große Überraschung: Kein Fehler gefunden und das Auto fuhr ganz normal ohne Probleme! Als wäre nichts gewesen!
Vermutlich hat sich der TankTaler gelockert und so Störungen im Steuergerät verursacht.
Ich habe den Stecker seit dem nicht mehr eingesteckt und seit dem auch keine Probleme mehr gehabt.